Marchionne "zornig" wegen Motorenproblemen

3. Oktober 2017, 12:08
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"Ferrari hätte in Singapur und Malaysia gewinnen können" – Junges Team als Problemzone – Nun soll Qualitätskontrolle verbessert werden

Trentino/Rovereto/Suzuka – Nach den Motorenproblemen von Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen beim Formel-1-Rennen in Malaysia hat Ferrari-Chef Sergio Marchionne organisatorische Veränderungen angekündigt. Die Scuderia hätte sowohl in Sepang als auch zwei Wochen zuvor in Singapur beide Grand Prix gewinnen können, sagte Marchionne vor Journalisten in Rovereto.

"Es ist aber auch eine Tatsache, dass wir ein paar Probleme mit der Antriebseinheit haben, weil wir ein junges Team haben", so der Ferrari-Chef. Auch die Qualität der Einzelteile sei nicht auf dem richtigen Niveau für den Rennwagen. "Wir greifen da ein und arbeiten daran", kündigte der 65-Jährige an.

"Wir arbeiten jetzt an der Qualitätskontrolle und nehmen ein paar organisatorische Veränderungen vor. So ein Problem während des Rennens zu haben, macht uns wütend", sagte Marchionne vor dem kommenden Grand Prix von Japan in Suzuka, ohne Details zu verraten.

Vettel musste wegen Motorenproblemen in Malaysia von Rang 20 aus ins Rennen gehen. Am Ende wurde der Deutsche immerhin noch Vierter. Ebenfalls wegen eines Defekts konnte sein Teamkollege Räikkönen am Sonntag gar nicht starten. Zwei Wochen zuvor in Singapur waren die beiden Ferrari-Piloten nach einem Unfall früh ausgeschieden.

Das Desaster liest sich in Zahlen so: Innerhalb von nur drei Rennen hat Vettel nicht nur in Monza seine WM-Führung verloren. Sein Rückstand auf Lewis Hamilton ist danach bei den zwei Rennen in Singapur und Malaysia von drei auf 34 Punkte angewachsen. (APA; 3.10.2017)

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