Familienverband sieht Steuerversprechen kritisch

2. Oktober 2017, 11:09
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Katholische Interessensvertretung wählt neuerlich Steuerberater zum Präsidenten, dieser fürchtet um Familienlastenausgleichsfonds

Linz – Der Katholische Familienverband Österreich hat am Wochenende Alfred Trendl für eine dritte Amtszeit als Präsident der größten überparteilichen Familienorganisation Österreichs bestätigt. "Gemeinsam mit unseren neun Diözesanverbänden werden wir weiterhin als Katholischer Familienverband Österreichs die nächsten drei Jahre alles daran setzen, Österreich zu einem familienfreundlichen und familiengerechten Land zu machen", sagte Trendl.

Ihm zur Seite steht mit Vizepräsidentin Astrid Ebenberger, Lehrende an der Kirchlichen Pädagogischen Hochschule Wien/ Krems, eine ausgewiesene Bildungsexpertin: "Die gerade beschlossene Bildungsreform hat gezeigt, wie wichtig die Einbindung der Schulpartner ist. Wir wollen weiterhin eine starke Stimme der Familien im Bildungsbereich sein und für die Schulpartnerschaft kämpfen", sagte Ebenberger. Sie ist seit 2014 im Vorstandsteam.

Neu im Team sind Doris Wirth und Christoph Heimerl. Doris Wirth ist Geschäftsführerin eines Ingenieurbüros für Umwelttechnik und Immobilienentwicklung und wird den Familienverband als Vizepräsidentin mit ihrer Expertise im Bereich Wohnen verstärken. Christoph Heimerl ist Steuerberater in Wien und unterstützt den Familienverband mit seinem Fachwissen im Steuerbereich.

Die Steuerpolitik war auch inhaltlicher Schwerpunkt der Familienverbands-Tagung. Trendl sorgt sich vor allem um die Dotierung des Familienlastenausgleichsfonds (FLAF), aus dem die Familienleistungen bezahlt werden. Sowohl der SPÖ Spitzenkandidat Christian Kern als auch ÖVP Spitzenkandidat Sebastian Kurz möchten die Wirtschaft auf Kosten des FLAF entlasten: "Damit würden die Einnahmen für den Familientopf mit einem Schlag halbiert werden. Das Geld für Leistungen wie die Familienbeihilfe oder Kinderbetreuungsgeld müssten aus dem Budget kommen und belasten wieder die Zukunft unserer Kinder in Form von Schulden", warnte der wiedergewählte Präsident. (red, 2.10.2017)

  • Wenn die Wirtschaft entlastet wird, dann fehlen die Gelder für die Familien, argumentiert Trendl
    foto: katholischer familienverband / wilke

    Wenn die Wirtschaft entlastet wird, dann fehlen die Gelder für die Familien, argumentiert Trendl

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