Mysterium in Israel: Kopflose Kröten in 4.000 Jahre altem Grab entdeckt

    Ansichtssache1. Oktober 2017, 18:06
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    foto: zohar turgeman-yaffe, israel antiquities authority

    Kopflose Kröten in 4.000 Jahre altem Grab

    Kaum etwas ist für Archäologen spannender, als eine seit Jahrtausenden versiegelte Gruft zu öffnen. 2014 hatten israelische Wissenschafter dazu in Jerusalem die seltene Gelegenheit. Bei Ausgrabungen an einem in den Fels geschlagenen Friedhof aus der Bronzezeit entdeckten die Forscher unter den mehr als 60 Gräbern eines, das mit einem schweren Stein verschlossen war. Hinter dem Fels stießen sie auf schlecht erhaltene menschliche Überreste und einige Keramikbehälter. Auf Basis der Muster auf den Tongefäßen datierten die Archäologen das Grab auf etwa 2.000 vor unserer Zeitrechnung.

    Der Inhalt einer der Tontöpfe überraschte die Wissenschafter: Wie die Israelische Antikenverwaltung (IIA) nun berichtet, fand sich in dem Behälter eine große Anzahl kleiner Knochen, die sich bei einem aufwendigen Puzzlespiel schließlich zu kopflosen Kröten zusammensetzen ließen. "Vorerst ist es unmöglich zu sagen, welche Bedeutung diese Kröten besaßen, aber sie waren offensichtlich Teil des Begräbnisrituals", meint Shua Kisilevitz, Archäologin des IIA.

    Vielleicht, so spekuliert Kisilevitz, wurden die Kröten dem Toten als Wegzehrung für die Reise ins Jenseits mitgegeben. Die Entfernung der Köpfe und Spuren von Datteln und Myrte würden diese These untermauern. Auf eine andere Erklärung weist die Tatsache hin, dass während der Zeit, aus der das Grab stammt, Kröten im benachbarten Ägypten ein Symbol für Regeneration darstellten.

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