Uralte chinesische Tinte könnte sich für Krebstherapie eignen

    28. September 2017, 12:58
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    Forscher glauben Alternative für Materialien gefunden zu haben, die in der photothermalen Therapie zum Einsatz kommen

    Shanghai – Bei einer sogenannten photothermalen Therapie wird dem Körper eine Flüssigkeit injiziert, in der Nanopartikel enthalten sind. Diese werden dann durch Bestrahlung mit Lasern niedrigerer Wellenlängen angeregt und geben Hitze an das umgebende Körpergewebe ab, die dieses angreift. Diese gewebezerstörende Wirkung kann zur Bekämpfung von Tumoren eingesetzt werden.

    Die Methode ist noch relativ neu und die dabei zum Einsatz kommenden Nanomaterialien sind in der Regel teuer und oft auch toxisch. Eine günstige und unter normalen Bedingungen ungiftige Alternative glaubt ein chinesisches Forscherteam nun in der Geschichte gefunden zu haben: nämlich in der sogenannten Hu-Tinte, die seit Jahrhunderten von chinesischen Kalligraphen verwendet wird.

    Im Journal "ACS Omega" der American Chemical Society berichtet das Team um Sheng Wang von ersten Erfolgen mit dem Material. Die in der pflanzlichen Tinte enthaltenen Nanopartikel ähneln in ihren Eigenschaften den derzeit eingesetzten und sollen sich sogar deutlich besser erhitzen lassen. Laut Sheng Wang konnten Krebszellen damit abgetötet werden, auch Versuche zur Tumorbehandlung an Mäusen seien vielversprechend verlaufen. (red, 28. 9. 2017)

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