Mehrwertsteuerlücke 2015 betrug 151,4 Milliarden Euro

28. September 2017, 05:42
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Moscovici: Staaten dürfen "schockierende" Verluste nicht akzeptieren – Neue Vorschläge sollen Mehrwertsteuerbetrug zu 80 Prozent reduzieren

Brüssel – Die EU-Staaten wiesen 2015 insgesamt eine Lücke bei den Mehrwertsteuer-Einnahmen von 151,4 Mrd. Euro auf, geht aus einer neuen Studie der Europäischen Kommission hervor. EU-Steuerkommissar Pierre Moscovici sagte, die Länder dürften diese "schockierenden Verluste nicht akzeptieren". Er werde neue Vorschläge vorlegen, um den Mehrwertsteuerbetrug um 80 Prozent zu reduzieren.

Die größte Lücke wurde demnach in Rumänien mit 37,2 Prozent verzeichnet, gefolgt von der Slowakei (29,4 Prozent) und Griechenland (28,3 Prozent). Den geringsten Abgang an der einzunehmenden Mehrwertsteuer wies Spanien (3,5 Prozent) auf, gefolgt von Kroatien (3,9 Prozent). Österreich lag mit 8,24 Prozent im unteren Bereich – es war die prozentmäßig achtniedrigste Lücke unter den 28 EU-Staaten.

In absoluten Zahlen musste Italien mit 35 Milliarden Euro die stärksten Mehrwertsteuer-Verluste hinnehmen. Das war eine Lücke von 25,8 Prozent. Dahinter folgte Deutschland mit 22,366 Milliarden Euro (9,56 Prozent), Großbritannien (22,21 Milliarden Euro oder 10,88 Prozent) und Frankreich (20,113 Milliarden oder 11,71 Prozent). Als einziges Land ohne Lücke und sogar mit einem leichten Überhang 0,568 Milliarden Euro oder 1,42 Prozent ging Schweden aus der Studie hervor.

Moscovici sagte, die Kommission werde im Oktober des Jahres die weitreichendste Verbesserung der geltenden Regeln seit 25 Jahren präsentieren. Mehrwertsteuerbetrug müsse leichter verfolgbar werden und das Eintreiben der Steuer wesentlich effizienter. (APA, 28.9.2017)

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