BASF verkauft Werk in Niederösterreich an Briten

27. September 2017, 16:05
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Zulieferer für Papierindustrie verkauft – Deutscher Chemiekonzern konzentriert Papier-Dispersions-Division auf weniger Standorte

Wien/Ludwigshafen/Pischelsdorf – Der deutsche Chemieriese BASF fasst als Zulieferer für die Papierhersteller seine Sparte Papierdispersionen in Europa auf zwei Standorte zusammen. Das Werk im niederösterreichischen Pischelsdorf (bei Zwentendorf) wird deshalb verkauft.

Wie BASF am Mittwoch mitteilte, wird die Fabrik in Pischelsdorf an die britische Spezialchemikalienfirma Synthomer plc verkauft. Der Verkaufspreis betrage 30 Mio. Euro. Der Erwerber werde 42 Mitarbeiter am Standort übernehmen. Die Transaktion braucht noch die Zustimmung der zuständigen Wettbewerbsbehörden und soll bis Ende Jänner 2018 abgeschlossen sein. "BASF Performance Products" in Pischelsdorf produziert Dispersionen für die Anwendung in der Papierindustrie.

Ludwigshafen und Hamina

Der BASF-Konzern bleibt nach eigenen Angaben ein führender Lieferant für die Papier- und Verpackungsindustrie, wird die Produktion von Papierdispersionen in Europa aber an zwei Standorten konzentrieren, nämlich auf Ludwigshafen in Deutschland und den finnischen Standort Hamina. Darüber hinaus wird die Produktion von Papierdispersionen unverändert an den BASF-Standorten in Gebze/Türkei und Durban/Südafrika weitergeführt.

Die derzeit noch in Pischelsdorf produzierten Styrol-Acrylat-Dispersionen seien nicht Bestandteil der veräußerten Geschäfte. Sie würden ebenfalls im deutschen Ludwigshafen zusammengeführt. "Wir werden unsere Papierkunden in Österreich weiterhin mit der gewohnten Palette an Styrol-Butadien- und Styrol-Acrylat-Dispersionen beliefern", erklärte BASF in seiner Mitteilung. Man freue sich, dass Synthomer den Standort Pischelsdorf weiterentwickeln wolle.

Papierdispersionen werden zusammen mit weiteren Zusatzstoffen und Pigmenten auf Papier aufgetragen, um unter anderem die Druckqualität von grafischen Papieren sowie von Verpackungspapier und Karton zu verbessern. (APA, 27.9.2017)

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