Werbeplakate von "Sugardaddy"-Datingwebsite beschlagnahmt

    27. September 2017, 14:56
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    Vorwurf der Anstiftung zur Prostitution – Kampagne in Belgien soll junge Studentinnen an wohlhabende ältere Männer vermitteln

    Brüssel – Belgische Behörden haben Ermittlungen wegen des Verdachts der Anstiftung zur Prostitution gegen eine Datingwebsite aufgenommen. Die Polizei beschlagnahmte Werbeplakate der von Norwegen aus betriebenen Seite "Rich Meet Beautiful", teilten die Behörden am Mittwoch mit. Das Angebot zielt vor allem auf junge Studentinnen, um sie mit wohlhabenden älteren Männern zu verkuppeln.

    Das Datingportal wurde vor einigen Wochen in Belgien lanciert, zum Wochenende startete dann in Brüssel eine Werbekampagne mit Plakaten auf zwei Lastwagen. Pünktlich zum Semesterbeginn wurden die Lkws dann am Montag in der Nähe der Freien Universität gesichtet.

    Das als sexistisch angesehene Werbesujet fordert Studentinnen dazu auf, ihren Lebensstil zu verbessern, indem sie mit einem "Sugardaddy" ausgehen.

    Die Polizei stoppte einen der Lkws am Dienstagabend und beschlagnahmte das Poster, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Es werde geprüft, ob die Kampagne einen Straftatbestand erfülle. Auf den Postern ist das Dekolleté einer nur mit einem roten BH bekleideten jungen Frau zu sehen. Dazu heißt es: "Hey, Studentinnen. Verbessert euren Lebensstil, geht mit einem 'Sugardaddy' aus." Der Slogan und die Poster lösten in Belgien bei Studentenverbänden und Politikern Empörung aus. (APA, AFP, 27.9.2017)

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