ÖAMTC ortet "positive Signale" nach Abgasgipfel

27. September 2017, 14:41
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Der Autofahrerklub begrüßt das Bekenntnis des Verkehrsministeriums zum Bestandsschutz für alle zugelassenen Pkws, Fragen bleiben aber offen

Wien – Der Autofahrerklub ÖAMTC ortet nach dem ersten Arbeitstreffen am Dienstag zum "Aktionsplan für Sauberen Verkehr – Mobilitätswende 2030" bei Verkehrsminister Jörg Leichtfried (SPÖ) "erste positive Signale". Die Autofahrer-Vertreter sagen zu, dass es für sie "selbstverständlich ist, dass der Verkehrssektor seinen Beitrag zum Klimaschutz leistet", hieß es in einer Aussendung am Mittwoch.

Daher unterstütze man auch die Initiative Leichtfrieds mit dem Aktionsplan. Positiv sei, dass es einen "Bestandsschutz" für zugelassene Autos geben solle, so ÖAMTC-Mann Bernhard Wiesinger. Es werde kein Dieselverbot geben, daher brauche es auch keine Weiterfahrgarantie für Bestandsfahrzeuge, wie sie der Autofahrerklub fordere, hatte es am Mittwoch aus dem Verkehrsministerium zur "Bestandsschutz"-Forderung des ÖAMTC geheißen.

Kritik an Fixierung auf 2030

Der Autofahrerklub forderte am Mittwoch vom Verkehrsministerium, dass die Ankündigung von Dienstag "in Richtung unbeschränkter Weiterfahrgarantie konkretisiert werden muss, damit es zu keinem Wertverlust auf Seiten der Konsumenten kommt", so Wiesinger.

Weiterhin für den ÖAMTC "nicht nachvollziehbar ist die Fixierung auf 2030": "Dieser Zeitpunkt ist aus heutiger Sicht unrealistisch, weil wir nicht erkennen können, dass es für jeden Anwendungsfall leistbare Alternativen zum Verbrennungsmotor geben wird", heißt es von Wiesinger. Ein Umstieg dürfe nicht " durch willkürliche Steuererhöhungen auf herkömmliche Antriebe erzwungen" werden. Leichtfried wird allerdings seit Wochen nicht müde zu betonen, dass es darum gehe, abgasfreie Autos bis 2030 derart leistbar und praxistauglich zu machen, damit dann freiwillig – und ohne irgendwelche Verbote – nur mehr emissionsfreie Fahrzeuge zur Neuzulassung angemeldet werden. (APA, 27.9.2017)

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