Unternehmen der Zukunft: Schlank und gut vernetzt

26. September 2017, 13:05
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Laut einer Studie werden Unternehmen immer öfter mit anderen kooperieren, um den wechselnden Anforderungen gerecht zu werden

Wien – In den nächsten Jahren wird sich die Unternehmenslandschaft so stark verändern wie seit 50 Jahren nicht mehr. Denn die ausschließlich auf Shareholder-Value ausgerichtete Unternehmensführung hat sich weitgehend überholt. So ist Shareholder-Value in Zukunft das Ergebnis einer guten Strategie, aber nicht mehr deren Ziel, heißt es in der aktuellen Studie "The Firm of the Future" der internationalen Managementberatung Bain & Company.

Demnach wird auch das Bestreben, die besten Mitarbeiter zu Führungskräften zu entwickeln, in den Hintergrund treten. Stattdessen stellt das Unternehmen der Zukunft den Kunden in den Mittelpunkt, setzt auf eine neue Generation von Mitarbeitern, kooperiert ausgiebig mit anderen Firmen und nutzt die Chancen der Digitalisierung.

Mehrere Standbeine

"Das Unternehmen der Zukunft ist sehr schlank, weitgehend selbstorganisiert und stark vernetzt mit anderen Firmen", erklärt Walter Sinn, Deutschland-Chef von Bain & Company. "Neben seinem aktuellen Geschäftsmodell entwickelt es parallel ein zweites oder drittes für die Zukunft." Denn angesichts des technischen Wandels und neuer, disruptiver Geschäftsmodelle suchen Unternehmen nach Wegen, wie sie schneller, innovativer und zukunftsfähiger werden können. Gleichzeitig stehen immer mehr junge Mitarbeiter den traditionellen Karrierepfaden skeptisch gegenüber. Sie wollen eine erfüllende, herausfordernde Arbeit – und zwar in einem Umfeld, das ihren Werten und Prinzipien entspricht.

Gewinnbringende Partnerschaften mit anderen Firmen sind laut Sinn künftig das A und O. Diese Partner können auch Zulieferer, Kunden oder Wettbewerber sein. "Für das Topmanagement heißt das, sich darüber klarwerden zu müssen, was das Unternehmen in Zukunft in Eigenregie machen soll und kann", so Sinn. (red, 26.9.2017)

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