"Wer nicht fragt, stirbt dumm" auf Arte: Lernen mit Schnauzbart

26. September 2017, 06:00
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Die aktuelle Folge veranschaulicht, was es mit der Kryokonservierung auf sich hat. Das Unmögliche wird auf genüssliche Weise dargestellt

Haben Sie sich schon einmal gefragt, ob es wirklich ratsam ist, sich einfrieren zu lassen und sich damit für die Zukunft und spätere Generationen taufrisch zu halten? Falls ja, dann sollten Sie die Arte-Reihe Wer nicht fragt, stirbt dumm sehen – und daraus lernen.

In der aus den preisgekrönten Comics der Zeichnerin Marion Montaigne hervorgegangenen Animationsreihe für Erwachsene wird nämlich in nur wenigen Minuten veranschaulicht, was es etwa mit der Kryokonservierung wirklich auf sich hat. Da landet der durch die Serie führende Professor Schnauzbart mit drei der Druckentlastung dienenden Löchern im Kopf zunächst in flüssigem Stickstoff, um sich schließlich im Jahr 2215 aufgetaut selbst nicht mehr wiederzuerkennen: Schon hat man eine Zukunfts(vor)sorge weniger.

Genüssliche Veranschaulichung des Unmöglichen

wer nicht fragt, stirbt dumm! - arte

Nun ist es ja nicht so, dass man auf alle Fragen des Lebens eine Antwort bekommen muss, und auch nicht so, dass die Wissensvermittlung in kleinen Dosen serviert bekömmlicher wäre. Was Wer nicht fragt, noch bis 27. Oktober 2021 im Arte-Angebot, jedoch auszeichnet, ist die genüssliche Veranschaulichung des Unmöglichen: Mit wenigen Handgriffen und Strichen beweist Schnauzbart, dass es zwar zweckdienlich ist, seine Kinder auf Ameisengröße zu schrumpfen, dass ihr schleimschneckenähnliches Aussehen in der Folge aber auch Nachteile mit sich bringt.

Die Freude am fatalen Experiment geht in Wer nicht fragt jedenfalls mit der Zerstörungslust in diesem Animationsfilm einher: Versuche, die man nur an anderen ausprobiert sehen will, sind hier buchstäblich ausgemalt. Wie heißt es am Ende jeder Episode: "Was soll's, sterben werden wir trotzdem." (Michael Pekler, 26.9.2017

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