Obama warnte Facebook-Chef vor russischen Manipulationen

    25. September 2017, 09:13
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    Kreml bestreitet Verwicklung in US-Wahlkampf

    Der frühere US-Präsident Barack Obama hat den Chef des Online-Netzwerks Facebook, Mark Zuckerberg, nach Medieninformationen Ende 2016 vor russischen Manipulationen von Nachrichten gewarnt. Wie die "Washington Post" berichtete, nahm Obama den Hightech-Milliardär zu diesem Zweck zwei Monate vor dem Amtsantritt seines Nachfolgers Donald Trump am Rande eines internationalen Treffens in Lima beiseite.

    Obama warnte davor, dass es schlimmer wird

    Dabei habe er ihm die Gefahr von "Fake News und politischer Desinformation" vor Augen geführt. Die Unterredung fand demnach wenige Tage nach Zuckerbergs Äußerung statt, wonach die Idee einer Manipulation von Nachrichten auf seinem Netzwerk zur Beeinflussung der Präsidentschaftswahl im November abwegig sei. Sollten Facebook und die Regierung der Gefahr nicht entgegen treten, werde es bei der kommenden Präsidentschaftswahl noch schlimmer zugehen, warnte Obama der Zeitung zufolge.

    Zuckerberg habe eingeräumt, dass sogenannte Fake News ein Problem seien, auf Facebook jedoch nicht häufig vorkämen und dass ihnen nur schwer beizukommen sei. Die Zeitung berief sich bei ihrem Bericht auf eine anonyme Quelle, die nicht namentlich genannt werden wollte.

    Beeinflussung durch Werbeanzeigen

    Zuckerberg hatte sich am Donnerstag bereit erklärt, dem US-Kongress mutmaßlich russisch finanzierte Werbeanzeigen vorzulegen, mit denen offenbar die Präsidentschaftswahl beeinflusst werden sollte. Er erklärte, niemand dürfe "unsere Werkzeuge" benutzen, um die Demokratie zu untergraben. Der Kreml bestreitet eine Verwicklung in die mutmaßlichen Manipulationen.

    Die US-Geheimdienste werfen Russland vor, sich im vergangenen Jahr in den US-Wahlkampf eingemischt zu haben, um dem Republikaner Trump zum Sieg über seine demokratische Rivalin Hillary Clinton zu verhelfen. Im Facebook-Netzwerk ist es möglich, zuvor ausgewählte Zielgruppen mit spezifischen Merkmalen wie politische Orientierung, sozialer Status und Herkunftsland gezielt anzusprechen. (APA/AFP, 25.9.2017)

    • Der ehemalige US-Präsident Barack Obama warnte Facebook vor Fake News.
      foto: ap photo/julio cortez

      Der ehemalige US-Präsident Barack Obama warnte Facebook vor Fake News.

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