Promotion - entgeltliche Einschaltung

Die „IG Endoskopie“ präsentiert sich in Eggenburg

22. September 2017, 12:00

Spezialisten für Magen- und Darmspiegelungen aus ganz Österreich haben sich in Eggenburg eingefunden und die IG Endoskopie konstituiert. Regen Zuspruch, mit über 200 Teilnehmern, sowohl von der Bevölkerung als auch von Fachkollegen fand die Informationsveranstaltung im Lindenhofsaal in Eggenburg.  

Im hochkarätigen wissenschaftlichen Teil der Veranstaltung wurde ein Wachstumsfaktor für die Darmoberfläche von Univ. Prof. DI Dr. Harald Vogelsang vorgestellt, die technischen Schwierigkeiten der Polypabtragung von Univ. Prof. Dr. Michael Gschwantler erörtert, vom deutschen Gastredner Univ. Prof. Dr. Jürgen Riemann das deutsche Dickdarmkrebsmodell vorgestellt. Spannend war der Vortrag des österreichischen Doyen der Gastroenterlogie Herrn Univ. Prof. Dr. Günter Krejs von der Uni-Klinik Graz, der das Mikrobiom erklärte. Das Mikrobiom ist die Zusammensetzung aller Bakterien im Darm. Der Körper besteht, wenn man die Zellanzahl nimmt zu 90% aus Keimen und nur zu 10% aus eigenen Zellen! Es eröffnet sich so ein weites Forschungsfeld für die Zukunft. Neue europäische Richtlinien zur Sedierung bei der Dickdarmspiegelung stellte Univ. Prof. Dr. Robert Fitzgerald vor. OA Dr. Andreas Mayer vom Universitätsklinikum St.Pölten brachte Innovationen in der Behandlung entzündlicher Darmerkrankungen. Das bezüglich der Dickdarmkrebsvorsorge in Österreich wegweisende Bundesland Vorarlberger Modell wurde vom Vorarlberger Ärztekammerpräsidenten Herrn MR Dr. Michael Jonas vorgestellt.

Niederösterreich ist mit einer Beteiligung an Dickdarmkrebsvorsorge mit 5% Schlusslicht in Österreich, hat aber prozentuell die höchste Rate an Dickdarmkrebs Neuerkrankungen. Hier ist jeder einzelne aufgefordert mitzutun und das Vorsorgeangebot anzunehmen.

Im öffentlichen Teil der Veranstaltung, die unter dem Ehrenschutz von Landeshauptfrau Mag. Johanna Mikl-Leitner stand, begrüßte Bürgermeister Georg Gilli die Teilnehmenden.

Landesrat DI Ludwig Schleritzko hob die Vorsorgeinitiative „Tutgut!“ hervor und betonte, dass jeder Euro, der heute in Gesundheitsvorsorge investiert wird, zukünftig rund 4 Euro an Ausgaben für Reparaturmedizin einspart und den Bürgerinnen und Bürgern ein mehr an Gesundheit und wohlbefinden bringt.

Vizekanzler und Justizminister Univ. Prof. Dr. Wolfgang Brandstetter, der durch seine Anwesenheit die Wichtigkeit der Thematik des Symposiums betonte, mahnte auch die Verantwortung jedes einzelnen ein, eigenverantwortlich seine Gesundheit zu beachten und Vorsorgeprogramme wie die der Dickdarmkrebsvorsorge in Anspruch zu nehmen.

Stadtrat Martin Neugebauer und Stephanie Wagner-Madl vom Programm „Gesunde Gemeinde“ der Initiative „Tut gut“ präsentierten speziell die zahlreichen Eggenburger Aktivitäten der Gesunden Gemeinde. Genau dies ist auf die Vorsorge der Bürgerinnen und Bürger abgestimmt, schon im Vorfeld Krankheiten  vermeiden zu lernen und Gegenmaßnahmen zu setzen.

Im Impuls- Vortrag zum Risiko des Dickdarmkrebses von Frau Dr. Yasmine Frank-Dastmaltschi (Chefärztin im Ministerium für Inneres), wurde der Bevölkerung die Tragweite des Risikos und die Möglichkeiten der Vorsorge erklärt.

Unter dem Eindruck des Vortrages moderierte die charmante ORF-NÖ Redakteurin Frau Mag. Claudia Schubert  in Co-moderation mit MR Dr. Gerald Oppeck ein prominent besetzte Diskussionsrunde, an der Bezirkshauptmann  HR Mag. Johannes Kranner, Kammeramtsdirektor Dr. Johannes Zahrl, Hon. Prof. Dr. Gerhard Aigner, Univ. Prof. Dr. Günter Krejs, Univ. Prof. Dr. Michael Gschwantler, Prim. Dr. Reinhold Klug und Dr. Frank-Dastmaltschi teilnahmen. Während der Diskussion wurden Risiken, Risikoverhalten,  zukünftige Entwicklungen in der Vorsorge, Ernährungsempfehlungen, Vorbereitung und vieles mehr beleuchtet.  Neben den für jeden einzelnen entscheidenden Grund sein Schicksal in die Hand zu nehmen, eine Vorsorgeuntersuchung in Anspruch zu nehmen umso Dickdarmkrebs zu vermeiden, wurde auch der enorme Volkswirtschaftlich Profit der Vorsorgeuntersuchung hervorgehoben. In Österreich wurde in den Jahren 2007 bis 2015, alleine durch die 40% überprüften Ordinationen und Ambulatorien die Vorsorgekoloskopie anbieten, 6000 Mal Dickdarmkrebs verhindert. Es wurde 6000 Mal Einzelschicksale verhindert. Darüber hinaus haben Berechnungen ergeben, dass durch die verhinderten Karzinome volkswirtschaftlich enorme Einsparungen brachte. Für die 213.000 Dickdarmspiegelungen in den Jahren 2007 bis 2017 wurden etwa 37.500.000.- € aufgewendet. Die 6000 verhinderten Karzinome brachten dagegen Einsparungen von etwa 1.340.000.000.-€. Das Einsparungspotenzial ist also enorm.

Nach Gründung der IG Endoskopie NÖ und der Installation eines eigenen Endoskopiereferates in der   Niederösterreichischen Ärztekammer, fand in Eggenburg die erste Generalversammlung der „IG Endoskopie“ als österreichweite Vereinigung statt. Der Vorstand und die Bundesländervertreter wurden wie folgt gewählt:

  • Obmann: MR Dr. Gerald Oppeck
  • Obmann Stellvertreter: Dr. Friedrich Anton Weiser MSc
  • Schriftführer: Dr. Johannes Kies
  • Kassier: Dr. Susanne Oswal
  • erster Rechnungsprüfer: MR Dr. Wilhelm-Hans Appel
  • zweiter Rechnungsprüfer: Dr. Sema Robl


Burgenland:
Chirurg: Dr. Ramil Pourkhalil
Internist: Dr. Heinz Sattler

Kärnten:
Chirurg: Dr. Susanne Quendler
Internist: Dr. Clemens Wieser

Niederösterreich:
Chirurg: Dr. Ralph Greiner
Internist: Dr. Johannes Kies

Oberösterreich:
Chirurg: Dr. Edgar Zauner
Internist: Dr. Rainer Hubmann

Salzburg:
Chirurg: Dr. Hella Spaun
Internist: Dr. Thomas Laimböck

Steiermark:
Chirurg: Dr. Martin Hoff
Internist: Dr. Karl Graf

Tirol:
Chirurg: Dr. Hermann Draxl
Internist: Dr. Günther Egger

Vorarlberg:
Chirurg: -
Internist: Dr. Stephan Dertinger

Wien:
Chirurg: Dr. Karl-Franz Wollein
Internist: Dr. Susanne Frotz-Biowski

  • Artikelbild
    ig endoskopie
Share if you care.