Uganda: Proteste gegen Abschaffung der Altersgrenze für Präsidentenamt

    21. September 2017, 16:03
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    Mehrere Oppositionspolitiker festgenommen – Auch der Bürgermeister von Kampala wurde inhaftiert

    Kampala – Die Polizei im ostafrikanischen Uganda hat nach Protesten am Donnerstag mehrere Oppositionspolitiker festgenommen. Hintergrund ist der Antrag eines Abgeordneten der Regierungspartei, mit dem die Altersgrenze von 75 Jahren für Präsidenten abgeschafft werden soll. Somit könnte der seit 1986 amtierende Staatschef, der 73-jährige Yoweri Museveni, bei der nächsten Wahl 2021 erneut kandidieren.

    Die Polizei setzte Tränengas gegen Demonstranten ein und verhinderte weitere Proteste. Polizisten hätten etwa die Makere-Universität sowie einen zentralen Platz, auf dem oft Proteste stattfinden, abgeriegelt, berichtete ein dpa-Reporter. Auch seien die Büros von zwei Organisationen von der Polizei durchsucht worden, sagte Livingstone Sewannyana, der Leiter der Foundation for Human Rights Initiative.

    Mehrere Oppositionspolitiker seien festgenommen worden, darunter auch der Bürgermeister der Hauptstadt von Kampala, sagte Wilberforce Kyambadde von der Oppositionspartei Forum for Democratic Change (FDC). Oppositionsführer Kizza Besigye werde derzeit in seinem Haus von der Polizei festgehalten. (APA, 21.9.2017)

    • Zusammenstöße in Kampala
      foto: apa/afp/kasamani

      Zusammenstöße in Kampala

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