ORF und Hochschulen checken Fakten automatisiert

    21. September 2017, 11:53
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    "Automatisiertes Tool" speichert tausende Posts und prüft sie semantisch und mit Datenbanken auf Plausibilität

    Wien – Der Wandel in der Arbeitswelt zur Automatisierung erfasst langsam auch den Faktencheck – zumindest der ORF in Kooperation mit zwei Hochschulen experimentiert damit am Portal faktoderfake.at. Lisa Totzauer, Infochefin von ORF 1, stellte bei den österreichischen Medientagen eine Faktencheck-Initiative ihrer Redaktion mit der Fachhochschule Hagenberg und der Technischen Universität Wien vor. Das "automatisierte Tool" speichere täglich rund 80.000 Social-Media-Posts etwa von Politikern und Journalisten. Die Posts würden semantisch analysiert und anhand "einer Vielzahl von Datenbanken" auf Plausibilität überprüft.

    Das Ergebnis bisheriger Überprüfungen – "Datenberge aus zwei Monaten" – ist laut Totzauer beruhigend: Die auf der Seite abgebildeten Posts sind fast durchwegs grün unterlegt – also laut Tool richtig. Totzauers Erkenntnis: Es gebe einige wenige problematische Knotenpunkte und "Einzelmeinungen", die falsche Nachrichten produzieren, die sich teilweise – auch über Politiker und Parteien – rasch verbreiten.

    Medientage-Moderatorin Mirjam Unger stellte die Präsentatorin von Faktoderfake.at übrigens – aus heutiger Sicht – nicht ganz richtig vor: "ORF-Informationschefin". (red, 21.9.2017)

    • Alles grün: Der Faktencheck-Automat findet wenige gefälschte Nachrichten.
      foto: screenshot faktoderfake.at

      Alles grün: Der Faktencheck-Automat findet wenige gefälschte Nachrichten.

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