Angriff auf A1: Diskonter sorgen für niedrige Mobilfunkpreise

    21. September 2017, 10:57
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    Derzeit rittern 37 Mobilfunkmarken um Kunden – A1 bleibt klarer Platzhirsch am Markt

    Es sind gute Zeiten für Konsumenten. Wenn man sich darum kümmert, kann man hierzulade günstig mit dem Handy telefonieren und surfen. Dafür sorgen zahlreiche neue Mobilfunker die seit zwei Jahren wie Schwammerln aus dem Boden wachsen und den Wettbewerb enorm befeuern.

    Laut aktuellen Zahlen der Telekombehörde RTR ist der Mobilfunkpreisindex erneut seit März um 2,6 Indexpunkte gesunken.

    foto: rtr
    Preisindex Mobilfunk.

    Platzhirsch unter den heimischen Mobilfunkern bleibt A1. Das Unternehmen kam im 1. Quartal 2017, aktuellere Zahlen liegen nicht vor, auf einen Marktanteil von 38,0 Prozent (5,5 Mio. Kundinnen und Kunden), T-Mobile hielt einen Marktanteil von 30,0 Prozent (4,3 Mio. Kundinnen und Kunden), "3" erzielte einen Anteil von 25,9 Prozent (3,7 Mio. Kundinnen und Kunden).

    Hot mit 583.000 offiziellen Kunden

    Unter den Newcomern am Markt ist Hot der am meisten nachgefragte Anbieter. Von HoT wurden rund 583.000 genutzte SIM-Karten gemeldet – der Anbieter hatte damit Ende März 2017 einen Marktanteil von 4,1 Prozent. Laut Hot-Chef Michael Krammer werden allerdings nur jene Kundinnen und Kunden von der RTR gezählt, die in den letzten drei Monaten aktiv waren. Intern zählt man bei Hot auch jene, die im letzten Jahr Hot genutzt haben. Deswegen beantwortet Hot die Frage nach seiner Kundenzahl mit über 700.000.

    foto: rtr
    Marktanteile der Mobilfunkanbieter in Österreich. 1. Quartal 2017.

    Die restlichen rund 300.000 SIM-Karten entfielen auf andere Anbieter, wie Spusu oder UPC-Mobile. Damit hatten diese im 1. Quartal 2017 einen Marktanteil von 2,1 Prozent.

    37 Mobilfunkmarken rittern um Kunden

    Derzeit rittern 37 Mobilfunkmarken um Kunden in Österreich. Ende September kommt mit Goood ein weiterer Anbieter dazu, der als "soziales" Unternehmen Kunden gewinnen und die Welt verbessern will. Dafür gehen zehn Prozent der Grundgebühr an gemeinnützige Organisationen, wobei Kunden selbst entscheiden, welche Projekte sie unterstützen möchten. Zur Auswahl stehen etwa die Caritas, SOS-Kinderdorf oder Tierschutzorganisationen.

    Ein ähnliches Konzept verfolgt auch Help Mobile. Der Mobilfunker ist Ende August an den Start gegangen. Er spendet "jeden Monat einen Euro pro aktiver SIM-Karte sowie den gesamten Unternehmensgewinn" an "bedürftige Familien in Österreich".

    Ob für die Neuen Platz am Markt ist, wird sich zeigen. In der Branche werden immer mehr Stimmen laut, die davon ausgehen, dass es einige der Newcomer auf dem Markt nicht mehr lange geben wird. (sum, 21.9. 2017)

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      foto: reuters
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