OECD: Aufschwung im Eurogebiet läuft besser als erwartet

20. September 2017, 11:56
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Die Prognosen für Deutschland, Frankreich und Italien wurden angehoben, Großbritannien bleibt zurück

Paris – Die Wirtschaft im Eurogebiet mit 19 Ländern läuft nach Einschätzung der OECD besser als erwartet. Das Wachstum dürfte im laufenden Jahr 2,1 Prozent erreichen, das seien 0,3 Punkte mehr als noch im Juni angenommen, teilte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) am Mittwoch in Paris mit.

Für das kommende Jahr sagen die Experten der Eurozone ein Plus von 1,9 Prozent vorher, 0,1 Punkte mehr als vor drei Monaten.

Der Aufschwung werde getragen von Konsumausgaben, Investitionen und einem "gesunden Exportwachstum", so die Organisation. Frankreich als zweitgrößte Volkswirtschaft des gemeinsamen Währungsgebiets wird der OECD zufolge im laufenden Jahr um 1,7 Prozent wachsen, das sind 0,4 Punkte mehr als zunächst prognostiziert. Auch Italien schneidet mit plus 1,4 Prozent um 0,4 Punkte besser ab. Deutschland kommt demnach auf ein Wachstum von 2,2 Prozent, 0,2 Punkte mehr als bisher angenommen.

Großbritannien bleibt zurück

Für Großbritannien, das in den Brexit-Gesprächen steckt, wird für 2017 unverändert ein Wachstum von 1,6 Prozent angenommen, im nächsten Jahr soll die britische Wirtschaft dann nur mehr um ein Prozent wachsen.

foto: apa/oecd

Die OECD-Prognose für China wurde für heuer und nächstes Jahr um jeweils 0,2 Prozentpunkte gegenüber der Juni-Prognose angehoben: 2017 soll die chinesische Wirtschaft um 6,8 Prozent zulegen, 2018 um 6,6 Prozent. Die US-Wirtschaft soll – unverändert zur Juni-Prognose – heuer um 2,1 Prozent und nächstes Jahr um 2,4 Prozent wachsen.

Die Weltwirtschaft wird laut OECD-Prognose in diesem Jahr – unverändert – um 3,5 Prozent wachsen. Für nächstes Jahr wird ein Wachstum von 3,7 Prozent erwartet. (APA, 20.9.2017)

  • Der wirtschaftliche Aufschwung wird durch Konsumausgaben getragen, heißt es bei der OECD.
    foto: ap/luca bruno

    Der wirtschaftliche Aufschwung wird durch Konsumausgaben getragen, heißt es bei der OECD.

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