Apple veröffentlichte mit iOS 11 neues mobiles Betriebssystem

    19. September 2017, 19:09
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    Für Nutzer ändert sich einiges – Design unterschiedet sich nicht allzu sehr von der Vorgängerversion

    Apple hat am Dienstag um 19 Uhr mit iOS 11 eine neue Version seines mobilen Betriebssystems zum Download veröffentlicht. Kunden ab einem iPhone 5S können es wie folgt installieren: Einstellungen – Allgemein – Softwareupdate.

    Beim Design unterschiedet es sich im Großen und Ganzen nicht allzu sehr von der Vorgängerversion, dennoch ändert sich für die Nutzer einiges. Die Highlights sind ein neues Kontrollzentrum, überarbeitete Benachrichtigungen und erweitertes Multitasking. Und natürlich neue Emojis, sogenannte Animojis.Mit iOS 11 können Bilder im Portrait Modus mit optischer Bildstabilisierung, True Tone-Blitz und HDR aufgenommen werden.

    foto: screenshot
    Das neue Kontrollzentrum.

    So hat das Kontrollzentrum hat ein neues Design erhalten. Waren die Icons darin bisher auf zwei Screens aufgeteilt, zwischen denen man hin- und herwischen musste, sind nun alle Bedienelemente auf einer größeren Fläche untergebracht. Nutzer können bis zu einem gewissen Grad individuell anpassen, welche Elemente sie dort vorfinden und auch sortieren.

    Überarbeitet wurden auch der Screen für Benachrichtigungen, der nun wie der Lockscreen funktioniert. Von dort gelangt man auch zur Kamera oder den Widgets je nachdem in welche Richtung man wischt. Angezeigt werden natürlich auch Benachrichtigungen, die seit dem letzten Blick auf das Gerät hinzugekommen sind. Das Problem ist laut den Testern, dass die Benachrichtigungen nicht sortiert werden und sie lassen sich nicht durch "Swipen" entfernen. Man kann alle auf einmal entfernen, will man nicht jede einzelne anklicken. Tut man das nicht, "stapeln" sich die Benachrichtigungen.

    Multitasking

    Häufig verwendete Apps und Dokumente können über das neue, anpassbare Dock erreicht werden. Auf dem iPad können Nutzer etwa zwischen Screen mit in Split-View geöffneten Apps wechseln. Rechts wird das Kontrollzentrum eingeblendet. Im App-Dock werden am iPad 13 Apps oder App-Ordner angezeigt – die drei zuletzt geöffneten Programme werden ebenfalls angezeigt. Dieses Dock lässt sich aus jeder App heraus vom unteren Bildschirmrand her aufziehen. Letztendlich können nun dank Split-View und neuer "Slide Over"-Funktion drei Programme gleichzeitig angezeigt werden. Bei letzterer lässt sich eine App vom Dock mittels Drag-and-Drop auf den Bildschirm ziehen und öffnet damit ein schmales Fenster. Im Vergleich zu Microsofts Windows funktioniert Apples Multitasking aber noch immer recht eingeschränkt auf dem Tablet. Der Split-View-Modus erlaubt nicht, dass man App-Fenster in beliebiger Größe auf dem Bildschirm öffnen kann.

    Drag-and-Drop

    Erstmals ist unter iOS nun auch Drag-and-Drop möglich – sieht man vom Verschieben von App-Icons ab. Nutzer können zwischen zwei geöffneten Apps beispielsweise Text oder Fotos markieren und in das andere Programm ziehen – etwa um ein Foto von einer Website in ein Dokument einzufügen. Dabei lassen sich auch mehrere Objekte gleichzeitig bewegen. Laut "The Verge" ist die Funktion auf dem iPad dank Split-View wesentlich sinnvoller umgesetzt als auf einem iPhone.

    Dateien-App

    Der Zugriff auf Dateien war unter iOS bisher sehr eingeschränkt und umständlich. Mit der neuen Dateien-App ändert sich das – zumindest bis zu einem gewissen Grad. Nutzer können in der neuen App auf Dateien und Dokumente zugreifen, wie sie es vom Computer gewöhnt sind. Im Gegensatz zu einem PC oder Macs finden sich dort aber keine Programme oder Systemdateien. So gesehen erinnert die App an die bereits vorhandene iCloud-App, mit dem Unterschied, dass man aus jeder Drittanbieter-App dort Dateien abspeichern und öffnen kann.

    foto: screenshot

    Die Sprachassistentin Siri kann nun Übersetzen – zu Beginn ist das zwischen Englisch und Chinesisch, Spanisch, Französisch, Deutsch oder Italienisch möglich. Außerdem klingen die verfügbaren Stimmen nun natürlicher – für "Engadget" schon fast wie ein echter Mensch. Sofern man keine Spracheingaben machen will oder kann, funktioniert Siri nun auch mit Texteingaben. Beim Beantworten allgemeiner Fragen sei der Google Assistent noch besser, Apple hole aber auf. Daneben ist Siri tiefer im System verankert und kann nun Vorschläge machen, die auf der Nutzung von Mail, News und Safari basieren. (red, 19.9. 2017)

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      foto: apa
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