"Angry Birds"-Entwickler Rovio bietet über 37 Millionen Aktien zum Verkauf

18. September 2017, 12:23
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69 prozent des Unternehmens gehören bereits jetzt der niederländischen Holding Trem

Helsinki – Nach dem Erfolg des Kinofilms "Angry Birds" wagt das finnische Unternehmen Rovio den Gang aufs Börsenparkett: Das Unternehmen bietet bis Dienstag kommender Woche mehr als 37 Millionen Aktien zum Verkauf an, deren Preisspanne das Unternehmen am Freitag zwischen 10,25 Euro und 11,50 Euro festgelegt hatte.

Den Löwenanteil des Erlöses werden die Aktionäre bekommen, die mehr als 34 Millionen ihrer Aktien auf den Markt werfen. 69 Prozent des Unternehmens gehören der niederländischen Holding Trema.

30 Millionen Euro frisches Kapital

Rovio selbst hofft auf 30 Millionen Euro frisches Kapital, das in das weitere Wachstum des Unternehmens gesteckt werden soll. Bei einem Aktienpreis von 11,50 Euro wäre der Spieleentwickler 900 Millionen Euro an der Börse wert.

Das Angebot läuft bis zum 26. September und richtet sich vor allem an private Anleger aus Finnland, Schweden und Dänemark sowie an institutionelle Anleger aus Finnland und dem internationalen Ausland.

Das Handy-Spiel "Angry Birds", bei dem der Nutzer zornige Vögel auf Schweine schleudern muss, war nach der Veröffentlichung im Jahr 2009 ein weltweiter Erfolg. Allerdings verlor das Spiel an Anziehungskraft, und die Gewinne gingen kräftig zurück. 2014 strich Rovio deshalb jede sechste Stelle.

Film als weltweiter Erfolg

Der Film "Angry Birds" entwickelte sich 2016 an den Kinokassen weltweit zum Erfolg und spülte fast 350 Mio. Dollar (knapp 292 Mio. Euro) in die Kassen. Im ersten Halbjahr 2017 stieg der Umsatz von Rovio um 94 Prozent auf 152,6 Millionen Euro. Unter dem Strich blieb ein Gewinn von 13,3 Millionen Euro. Auch für das Gesamtjahr und für 2018 prognostiziert das Unternehmen Gewinne.

Im Moment verzeichnet Rovio durchschnittlich 80 Millionen aktive Nutzer seiner Spiele pro Monat. In mehreren Ländern, darunter Finnland, Spanien und China, gibt es "Angry Birds"-Vergnügungsparks. (APA, 18.9.2017)

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