Hurrikan Maria bedroht von Irma verwüstete Karibikinseln

    18. September 2017, 07:19
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    Für manche Inseln könnte es der zweite direkte Schlag binnen zwei Wochen werden

    Miami – Tropensturm Maria ist im Atlantik zu einem Hurrikan erstarkt und steuert auf mehrere Karibikinseln zu, die vor nicht einmal zwei Wochen von Irma verwüstet worden sind. Für Guadeloupe, Dominica, St. Kitts, Nevis und Montserrat wurden am Sonntag Hurrikan-Warnungen ausgegeben.

    Um 17 Uhr US-Ostküstenzeit (23 Uhr MESZ) befand sich Maria 225 Kilometer nordöstlich von Barbados und entwickelte Windgeschwindigkeiten von 225 Stundenkilometern, teilte das Hurrikan-Zentrum in Miami mit. Den Angaben nach ähnelt der Kurs bisher dem von Irma.

    Maria soll in den kommenden Tagen über die Karibik nach Puerto Rico ziehen.

    Guadeloupe rüstet sich

    Die französische Karibikinsel Guadeloupe bereitet sich bereits auf den Durchzug des Hurrikans vor. Die örtliche Präfektur teilte mit, dass die Schulen am Montag geschlossen bleiben. Die Menschen sollten sich von 12 Uhr an entweder zu Hause oder in einer sicheren Unterkunft aufhalten, dann werden auch Verwaltungen und Unternehmen geschlossen. Der Linienflugverkehr wird ab dem Nachmittag unterbrochen.

    Für Guadeloupe werden starke Niederschläge und Winde erwartet, die Geschwindigkeiten bis zu 200 Stundenkilometern erreichen könnten.

    Puerto Rico bereit sich vor

    Am Mittwoch oder Donnerstag könnte Maria – dann vermutlich zur dritthöchsten von fünf Kategorien erstarkt – auch Puerto Rico bedrohen. Dort bereiten sich die Bewohner bereits auf den Sturm vor. Sollte Puerto Rico verwüstet werden, könnte auch die Versorgung anderer Inseln unterbrochen werden, die von Irma getroffen wurden.

    Marias anschließender Weg ließ sich am Sonntag noch nicht abschätzen. Irma hatte nach ihrem verheerenden Zug über die Karibik auch in Florida teilweise schwere Schäden angerichtet, zahlreiche Menschen starben.

    foto: al diaz/miami herald via ap
    Auch für das verwüstete St. Martin ist ein "Hurricane-Watch" in Kraft.

    Jose zieht US-Ostküste entlang

    Jose, derzeit wie Maria ein Hurrikan der schwächsten Kategorie 1, setzte unterdessen seinen nordöstlichen Weg im Atlantik fort und befand sich Sonntagabend MESZ gut 500 Kilometer südöstlich von Cape Hatteras im US-Bundesstaat North Carolina. Der Sturm wird in den nächsten Tagen über dem Meer an der mittleren und nördlichen US-Ostküste entlangziehen. Erwartet wird neben heftigem Regen gefährlich hoher Wellengang insbesondere an den Stränden von Neuengland – aber kein Aufprall auf das Festland.

    Der Tropensturm Lee, im Atlantik unterwegs, wurde unterdessen zu einem tropischen Tiefdruckgebiet heruntergestuft. (APA, 18.9.2017)

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