Französischer Journalist kehrt nach Freilassung aus der Türkei heim

    17. September 2017, 14:41
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    Mehr als 50 Tage in Haft – Intervention durch Präsident Macron war offenbar hilfreich für den 27-Jährigen

    Paris – Nach mehr als 50 Tagen in türkischer Haft ist der französische Nachwuchs-Journalist Loup Bureau wieder nach Paris zurückgekehrt. Seine Eltern und Frankreichs Kulturministerin Francoise Nyssen nahmen den 27-Jährigen am Sonntag am Flughafen Charles de Gaulle in Empfang, wie französische Medien berichteten. "Ich bin sehr erschöpft, aber auch sehr froh, wieder hier zu sein", sagte er.

    Wegen Fotos mit Kurden festgenommen

    Bureau war im Juli bei der Einreise aus dem Irak in die Türkei festgenommen worden. Nach Angaben der staatlichen türkischen Nachrichtenagentur Anadolu hatte er Fotos von sich mit Mitgliedern der kurdischen Volksschutzeinheiten (YPG) dabei. Wegen des Verdachts der Unterstützung einer Terrororganisation sei er in Haft gekommen. Die YPG gehören im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien zu den wichtigsten Partnern der USA und des Westens. Wegen Verbindungen zur verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) stuft die Türkei sie als Terrororganisation ein.

    Bureau sagte französischen Medien zufolge, dass seine Behandlung sich gebessert habe, nachdem Frankreichs Präsident Emmanuel Macron sich bei der türkischen Regierung für seine Freilassung eingesetzt hatte. "Ab der Intervention Macrons war er geschützt", sagte Bureaus Vater Loic. (APA, 17.9.2017)

    • Artikelbild
      foto: apa/afp/geoffroy van der hasselt
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