Oswald/Thiem verlieren Doppel, Rumänien kommt heran

    16. September 2017, 17:17
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    Philipp Oswald/Dominic Thiem unterliegen in vier Sätzen – Entscheidung in Europa-Afrika-Zone I ist vertagt

    Wels – Österreichs Davis-Cup-Team kann den Klassenerhalt in der Europa-Afrika-Zone I erst am Sonntag fixieren. Die erstmals gemeinsam spielende Paarung Philipp Oswald und Dominic Thiem unterlag in Wels US-Open-Doppelsieger Horia Tecau sowie dem überraschend stark spielenden Nicolae Frunza am Samstag mit 6:7(1), 2:6, 7:6(5), 3:6. Die ÖTV-Equipe führt damit vor dem Schlusstag nur noch 2:1.

    Nach fast drei Stunden hatten Frunza/Tecau vor 2.600 Zuschauern trotz kühler Bedingungen den ersten Punkt der Gäste geholt. Und es soll nach Möglichkeit der einzige Rumäniens auf der Anlage des UTC Wels bleiben. Dafür möchte Thiem gleich im ersten Spiel am Sonntag sorgen. Um 11.00 Uhr beginnt der Weltranglisten-Siebente (live ORF Sport +) gegen die rumänische Nummer 1, Dragos Dima (ATP-489.). "Er ist ganz ein solider Sandplatzspieler, eigentlich sollte es wieder ein klarer Dreisatzsieg werden", prophezeite Thiem und fügte selbstbewusst hinzu: "Es sollte nach nicht allzu langer Zeit 3:1 stehen." Danach ist die Partie Gerald Melzer gegen Bogdan Borza angesetzt.

    "Deppertes Break"

    "Es war wie erwartet das schwere Match. Das einzige ein bisserl Überraschende war, dass der Partner von Tecau echt ganz gut gespielt hat", meinte Thiem. "Wir haben uns gut zurückgefightet, dann habe ich am Anfang vom vierten Satz ein deppertes Break bekommen und dem sind wir dann nachgelaufen. Im Endeffekt geht die Niederlage in Ordnung."

    Vier vergebene Breakbälle im ersten Satz und ein verlorenes Tiebreak zum Auftakt waren auch für Thiems Partner und Doppelspezialist Oswald der Schlüssel. "Der Frunza hat extrem gut auch von hinten gezogen. Der erste Satz war sicher der Key. Gefühlt waren wir nach dem ersten Satz halt die ganze Zeit hinten", sagte der Vorarlberger.

    Als die Österreicher nach zwei Breaks im zweiten Durchgang rasch mit 0:3 in Rückstand gerieten, schien es gar auf eine glatte Niederlage hinauszulaufen. Mit 2:6 war der zweite Satz schnell verloren. Thiem: "Da war ein bisschen die Luft draußen, das hätte nicht passieren dürfen." Aber im dritten bäumten sich Oswald/Thiem trotz eines 3:5-Rückstands auf, kämpften sich ins Tiebreak und schafften unter dem Jubel des Publikums den Satzgewinn. Dann kam das von Thiem angesprochene frühe Break gegen sein Service.

    Ungeliebtes Doppelspiel

    Er selbst sieht sich nicht als geborenen Doppelspieler. "Ich will natürlich gut Doppel spielen, vor allem im Davis Cup ist der Siegeswille voll da. Sonst ist das Doppel eher zu Trainingszwecken, so soll es auch bleiben." Also eine Zielsetzung, Ähnliches wie einst Jürgen Melzer zu erreichen (Top Ten im Einzel und Doppel), hat Thiem nicht. "Wenn man heuer neun Erstrunden-Niederlagen in Folge hat, dann sieht man es auch irgendwann ein, dass man es nicht besser kann. Die Hoffnung gebe ich langsam auf, dass ich noch ein Doppelspieler werde", erklärte Thiem.

    Davis-Cup-Kapitän Stefan Koubek macht sich wegen der Wettervorhersagen noch eher Sorgen, als um den siegreichen Ausgang des Länderkampfs. "Man muss einmal abwarten, vielleicht fängt es gar nicht zu regnen an. Diese Wetter-Apps sagen viel, aber auch nicht alles. Wenn wir Glück haben, können wir hier noch fertig spielen." Für den Fall der Fälle wäre ein Ausweichen auf Montag und eine Fortsetzung in einer Trauner Halle vorgesehen. (APA, 16.9. 2017)

    Ergebnisse Europa-Afrika-Zone I/1. Playoff Runde:

    Österreich – Rumänien 2:1

    Freitag:

    Gerald Melzer – Dragos Dima 6:1,6:1,3:6,6:1
    Dominic Thiem – Bogdan Borza 6:2,6:2,6:4

    Samstag:

    Thiem/Philipp Oswald – Horia Tecau/Nicolae Frunza 6:7(1),2:6,7:6(5),3:6

    Sonntag (11.00/live ORF Sport +):

    Thiem – Dima
    G. Melzer – Borza

    Der Sieger spielt auch 2018 in der zweithöchsten Liga, der Verlierer muss vom 20. bis 22. Oktober in der 2. Play-off-Runde gegen den Verlierer aus Israel – Ukraine gegen den Abstieg antreten.

    • ÖTV-Kapitän Stefan Koubek leidet.
      foto: apa/expa/pucher

      ÖTV-Kapitän Stefan Koubek leidet.

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