Rhomberg-Gruppe trotz Fachkräftemangel mit solidem Wachstum

    15. September 2017, 16:25
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    Bauen und Bahntechnik sind die Schwerpunkte des Vorarlberger Familienunternehmens. 2.750 Menschen finden dort Arbeit

    Bregenz – Die Rhomberg-Gruppe, ein Vorarlberger Familienunternehmen mit den Schwerpunkten Bau und Bahntechnik, will ihre Tätigkeiten als Komplettanbieter weiter ausbauen. Die Strategie bewähre sich sowohl im Bau- wie im Bahntechnikbereich, sagten die Geschäftsführer Hubert Rhomberg und Ernst Thurnher am Freitag bei der Präsentation der Zahlen für das Geschäftsjahr 2016/17.

    Im Bereich Bau stieg der Umsatz auf 278 Millionen Euro, die Rhomberg Sersa Rail Group musste einen Rückgang von 4,4 Prozent auf 436 Millionen Euro verbuchen. Grund dafür sei die starke Konkurrenz auf dem deutschen Markt. Großaufträge für die Bahntechnik kommen aus der Schweiz und Deutschland. In Österreich hofft Hubert Rhomberg auf das Koralm-Semmering-Projekt. Weitere Zahlen werden nicht kommuniziert.

    Im Bereich Bau kündigte Rhomberg zwei Forschungsprojekte zum Thema Energieeffizienz an. In der Schweiz will man anhand eines konkreten Bauprojekts die Optimierung von Bauabläufen erforschen, in Vorarlberg wird in Kooperation mit dem Energieinstitut Vorarlberg ein Vergleich zwischen Massiv- und Holzbauweise unternommen. Zwei vergleichbare Wohnhäuser – eines in Massiv-, das andere in Holzbauweise – werden errichtet und in Bezug auf Ressourcenverbrauch bei Errichtung und Betrieb verglichen.

    Funkhaus in kleinen Stücken

    Zwei Projekte aus dem Bereich Bau entwickeln sich zu Langzeitprojekten: das Wiener Funkhaus und der Bregenzer Bahnhof. Der Ankauf des Funkhauses in Wien erfolge "modular", sagte Thurnher; als erster Schritt würden die Grünanlagen angekauft. Die weiteren Immobilien würden folgen.

    Wann der Umbau des Bregenzer Bahnhofs samt Bahnhofsviertel starten wird, ist noch ungewiss. Noch wird zwischen Land, Stadt und ÖBB verhandelt. Rhomberg: "Gefühlt starten wir seit zehn Jahren. Konkret könnte es Ende 2018 werden."

    Wissensplattformen

    Die Rhomberg-Gruppe beschäftigt international 2750 Menschen, 633 davon im Baubereich. Fachkräfte zu finden bezeichnet Hubert Rhomberg als große Herausforderung. Das Unternehmen will mit Arbeitsplätzen, die den Anforderungen einer digitalisierten Arbeitswelt genügen, punkten.

    Wissensplattformen, hierarchieübergreifenden Zugang zu Informationen und transparente Zusammenarbeit nennt Rhomberg Arbeitsweisen, die man bereits in Teilbereichen anwende. "Wir wollen ein spannendes Arbeitsumfeld bieten, das Freude bereitet und Raum für Innovationen bietet." (Jutta Berger, 15.9.2017)

    • Bahntechnik von Rhomberg Sersa kommt beim Umbau des Bahnhofs Bern/Schweiz zum Einsatz
      foto: rhomberg sersa

      Bahntechnik von Rhomberg Sersa kommt beim Umbau des Bahnhofs Bern/Schweiz zum Einsatz

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