Fotogalerie Westlicht von Schließung bedroht

    15. September 2017, 12:59
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    Grund ist laut Leiter Peter Coeln, dass "die Finanzierung nicht geregelt ist"

    Wien – Peter Coeln, Gründer und Leiter der Wiener Galerie Westlicht, kündigte am Donnerstag bei der Eröffnung der Schau "World Press Photo" gegenüber dem ORF die mögliche Schließung der Institution mit Jahresende an. Als Grund nannte er am Freitag im Gespräch mit der APA, dass "die Finanzierung nicht geregelt ist".

    Die Firma Leica, die den laufenden Betrieb von Westlicht bisher mit 400.000 Euro pro Jahr unterstützt hat, habe bis dato "kein Commitment abgegeben, dass sie uns weiter unterstützen wird", so Coeln. Eine Zusage habe er bis Donnerstag erwartet, diese sei jedoch ausgeblieben. "Auch die öffentliche Hand hat bisher nicht reagiert", so Coeln über die Gespräche mit dem Kulturministerium und der Stadt Wien, die die als Verein geführte Institution bisher nicht förderten. Er habe Donnerstagabend jedoch ein längeres Gespräch mit Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ) geführt, der die Ausstellung eröffnete. "Vielleicht passiert da was, aber wir müssen längerfristig planen können", so Coeln zur APA.

    Gegenüber der "ZiB 24" sagte Kern am Donnerstag, dass man nun "Varianten analysieren" müsse, und verwies auf "Vorarbeiten" von Kulturminister Thomas Drozda (SPÖ). In deren Rahmen müsse man "nach Lösungen suchen". Drozda verwies gegenüber der APA auf laufende Überlegungen im Hinblick auf die Fotokunst in Österreich. "Wir hatten dazu eine Enquete. Nun gibt es Reformüberlegungen, wie wir mit dem Medium Fotografie besser umgehen wollen und die verschiedenen Sammlungen besser vernetzen können", sagte der Ressortchef am Rande eines Medientermins am Freitag.

    "Sektionschef Jürgen Meindl ist derzeit mit einer Konzeptausarbeitung betreut, das auch eine Grundlage für Regierungsverhandlungen sein soll", sagte Drozda. "In den nächsten Monaten wird es eine Entscheidung geben." Was die Frage eines möglichen Fotografiemuseums angeht, wollte sich der Minister nicht konkret festlegen. Es gebe aber durchaus auch die Variante, lediglich geeignete Präsentationsräumlichkeiten zu finden, ohne die Bestände bzw. Archive der verschiedenen Player in einer Institution zusammenzuführen.

    Die Firma Leica ließ auf Anfrage wissen, dass man zum jetzigen Zeitpunkt noch "keine finale Aussage" machen könne. (APA, 15.9.2017)

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