Auswärtiges Amt: Türkei verwehrt Haftbesuch bei Yücel

    15. September 2017, 12:37
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    Konsularische Betreuung ist klar geregelt

    Berlin/Ankara – Die Türkei hat dem deutschen Generalkonsul nach Angaben des Auswärtigen Amtes einen Besuch bei dem inhaftierten "Welt"-Korrespondenten Deniz Yücel verweigert. Der Besuch sei nicht genehmigt worden "aus Gründen, die wir schlicht und ergreifend nicht verstehen", sagte Ministeriumssprecher Martin Schäfer am Freitag.

    Die konsularische Betreuung sei rechtlich klar geregelt, man könne daher eine Klage erwägen. Bis es zu einem Urteil darüber käme, würden allerdings Jahre vergehen.

    Die deutsch-türkischen Beziehungen sind unter anderem wegen der Inhaftierung mehrerer Deutscher und Deutschtürken auf einem Tiefpunkt angelangt. Deutschland wirft der Türkei vor, diese Bürger aus politischen Gründen festzuhalten. Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und SPD-Spitzenkandidat Martin Schulz fordern inzwischen den Abbruch der EU-Beitrittsverhandlungen mit dem Land. Sie haben dafür in der EU jedoch keine Mehrheit. (APA, 15.9.2017)

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