Sofia steigt ins Rennen um EU-Arzneimittelagentur ein

    14. September 2017, 20:02
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    Weiterer Konkurrent für Wien als Standort

    Sofia/London – Die bulgarische Hauptstadt Sofia will neuer Sitz der EU-Arzneimittelagentur EMA werden. Die Behörde mit bisherigem Standort London soll wegen des Austritts Großbritanniens aus der EU umgesiedelt werden. "Sofia erfüllt alle Kriterien (...) der EU-Kommission, wie Erreichbarkeit sowie Arbeits- und Bildungsmöglichkeiten", betonte Vizeregierungschefin und Außenministerin Ekaterina Sachariewa während der Präsentation im Regierungsgebäude in Sofia am Donnerstag.

    In dem Auswahlverfahren muss Sofia unter anderem mit Wien, Bonn, Amsterdam, Lille, Mailand und Bratislava konkurrieren. Bulgariens Außenministerin Sachariewa sieht jedoch gute Chancen für Sofia, neuer Sitz der EU-Arzneimittelagentur zu werden. Es sei höchste Zeit, dass nach zehn Jahren EU-Mitgliedschaft Bulgarien eine EU-Agentur beherberge, sagte sie.

    Österreich hatte am Montag in Brüssel seinen Werbefeldzug für die Übersiedlung der Arzneimittelagentur nach Wien fortgesetzt. Gesundheitsministerin Pamela Rendi-Wagner und die Wiener Finanzstadträtin Renate Brauner (beide SPÖ) priesen dabei die Vorzüge Wiens an und hoben vor allem die zum achten Mal in Folge festgestellte höchste Lebensqualität in Wien hervor.

    Neben der Arzneimittelagentur EMA wird auch die Bankenaufsicht ABA aus London umziehen müssen. Die beiden Städte in der Europäischen Union, die sich in dem Standortwettbewerb durchsetzen, werden auf erhebliche Zusatzeinnahmen hoffen können. (APA, 14.9.2017)

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