Windows 10: Fall Creators Update soll sensible Daten besser schützen

    14. September 2017, 11:26
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    Apps aus dem Windows Store müssen sich künftig für Zugriff auf Kamera und Co. Zustimmung der Nutzer holen

    Seit der Veröffentlichung von Windows 10 hat es immer wieder Kritik von Privatsphärenverfechtern an Microsoft gegeben. Sammelt die aktuelle Betriebssystemversion doch deutlich mehr Daten über ihre Nutzer als früher Windows-Generationen. Mit dem nächsten großen Update visiert Microsoft nun aber eine Reihe von Verbesserungen an, wie Arstechnica berichtet.

    Berechtigungen

    Für das Fall Creators Update überarbeitet Microsoft jenes Berechtigungssystem, das für aus dem Windows Store bezogene Apps verwendet wird. So müssen dann Programme, die Zugriff auf sensible Berechtigungen wie Mikrofon, Kamera, Kalender oder auch Kontakte haben wollen, eine explizite Erlaubnis von den Usern einholen – und zwar für jede Berechtigung einzeln. Bisher war dies nur für den Zugriff auf Standortinformationen vonnöten, alle anderen Berechtigungen wurden implizit erteilt.

    Vergleich

    Mit dieser Änderung nähert sich WIndows dem Sicherheitsmodell mobiler Plattformen wie Android oder iOS an, bei denen der Zugriff auf sensible Informationen bereits länger auf diese Weise gehandhabt wird. Für bereits installierte Apps ändert sich durch das Fall Creators Update allerdings nichts, hier wird einfach angenommen, dass die User bereits zugestimmt haben. Die Änderung betrifft also nur neu installierte Apps. Bei manuell heruntergeladenen und klassisch installierten Programmen, gibt es solch ein Berechtigungssystem zudem ohnehin nicht.

    Transparenz

    Darüber hinaus will Microsoft aber auch die eigene Datensammlung transparenter machen: So soll bei der Einrichtung des System künftig klarer betont werden, welche Informationen das Betriebssystem sammelt, und was mit diesen schlussendlich passiert.

    Das Fall Creators Update für Windows 10 soll nach den aktuellen Plänen am 17. Oktober veröffentlicht werden. (red, 14.9.2017)

    • Microsoft bessert bei Windows 10 nach.
      foto: michel euler / ap

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