RHI: Geplante Fusion mit Magnesita belastet Halbjahresergebnis

14. September 2017, 09:05
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Gewinnrückgang um rund ein Drittel im ersten Halbjahr- Fusion auf Schiene, Closing für Ende Oktober geplant

Wien – Der börsennotierte RHI-Konzern hat im ersten Halbjahr 2017 seinen Umsatz um 3,1 Prozent auf 855,8 Mio. Euro gesteigert, das Ergebnis ist infolge von Kosten im Zusammenhang mit der geplanten Fusion mit Magnesita und wegen Wechselkurseffekten eingebrochen. Nach Steuern blieben 25,7 Mio. Euro Gewinn, ein Rückgang um 33,9 Prozent zum ersten Halbjahr 2016.

Der CEO von RHI, Stefan Borgas, kommentierte das Halbjahresergebnis Donnerstagfrüh in einer Aussendung: "Im ersten Halbjahr konnten wir viele Themen auf den richtigen Weg bringen, auch wenn die Zahlen aufgrund von Einmaleffekten durchwachsen ausfielen. Wir erwarten ein starkes 3. Quartal und sind zuversichtlich, die gesteckten Ziele zu erreichen."

Alle Genehmigungen

Der geplante Zusammenschluss von RHI mit Magnesita habe alle fusionskontrollrechtlichen Genehmigungen erhalten. Derzeit werde intensiv an den Vorbereitungen für die Aktiennotierung im Premiumsegment an der London Stock Exchange gearbeitet. Der erste Handelstag in London sowie das Closing der Transaktion sind für Ende Oktober 2017 geplant, heißt es in der Mitteilung.

Im RHI-Konzern erhöhten sich die Umsatzerlöse der Division Stahl im ersten Halbjahr um 2,9 Prozent, unter anderem dank einer erfreulichen Geschäftsentwicklung in den USA. In der Division Industrial kletterte der Umsatz um 2,0 Prozent, was sich unter anderem auf höhere Projektauslieferungen des Geschäftsbereiches Glas sowie ein zufriedenstellendes Reparaturgeschäft im Geschäftsbereich Zement/Kalk zurückführen ließ, so das Unternehmen.

Das Betriebsergebnis (EBIT) betrug im abgelaufenen Halbjahr 49,6 Mio. Euro, nach 68,6 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2016 ein Rückgang um 27,7 Prozent. Die EBIT-Marge sank von 8,3 auf 5,8 Prozent.

Negativer Wechselkurs

RHI nennt 12,6 Mio. Euro externe Kosten in Zusammenhang mit dem geplanten Zusammenschluss mit der brasilianischen Magnesita sowie 9,2 Mio. Euro an negativen Wechselkurseffekten resultierend aus der Bewertung von Bilanzpositionen.

Das Ergebnis vor Ertragsteuern sank im Halbjahr im Vergleich mit der Vorjahresperiode um 27,0 Prozent auf 45,9 Mio. Euro. Nach Ertragssteuern ging das Ergebnis um 33,9 Prozent auf 25,7 Mio. Euro zurück.

Im zweiten Quartal 2017 erhöhte sich der Umsatz des RHI-Konzerns gegenüber dem ersten Quartal um 4,3 Prozent auf 437,0 Mio. Euro. Unterm Strich (nach Ertragssteuern) blieb ein Ergebnis von 7,2 Mio. Euro, nach 18,5 Mio. Euro im ersten Quartal 2017 ein Rückgang um 61,1 Prozent. (APA, 14.9.2017)

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