Mit Kaffee und Kondomen durch die Krise

    16. September 2017, 16:00
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    Was zu tun ist, wenn krisenbedingt alle Stricke reißen, erklärt Autor Michael Jagersbacher in "Krisengold"

    Finanzkrise, Währungskrise. Das Wort Krise ist omnipräsent. Auch die Ratschläge, wie man sich davor wappnet. Lebensmittelvorräte, Flucht in Gold. Doch wie kann man sich auf eine Krise vorbereiten, ohne Geld zu vergeuden? Das war die Ausgangsfrage für den Pädagogen und Philosophen Michael Jagersbacher.

    Sein Szenario: Was braucht man, wenn Strom und Wasser tagelang nicht zur Verfügung stehen und das soziale Gefüge implodiert? Krisenwährungen wie Gold und Silber oder Aktiendepots sind dann nichts wert, weil ohne unmittelbaren Nutzen. Es würde ein Tauschhandel entstehen. Was man dann haben sollte? Batterien, Feuerzeuge, Löskaffee, Zigaretten, Alkohol, Antibiotika und Kondome. Warum diese Dinge – und die Zahnbürste – wichtig sind, wird ausführlich erklärt.

    Brandherde für einen Systemcrash sieht Jagersbacher viele. Im Geldsystem, im Anleihenmarkt, in der Zunahme an Komplexität. Kein Wunder, dass der Autor in der Widmung an seine Kinder schreibt, dass er hofft, dass, wenn sie das Buch in einigen Jahren lesen, die vom Papa entworfenen Szenarien nicht eingetreten sind. (Bettina Pfluger, 16.9.2017)

    Michael Jagersbacher, "Krisengold – Wie sie den Systemcrash meistern". € 20,60 / 220 Seiten. Tredition, Hamburg 2017
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