Das beste Stück ... nachgefragt bei Thomas Köck

    Kolumne19. September 2017, 09:20
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    Michael Hausenblas fragt den Autor und Dramatiker, warum ohne seinen Rucksack gar nichts geht

    "Mein bestes Stück ist ein Armeerucksack aus der Schweiz. Meine Freundin hat ihn vor Jahren auf einem Flohmarkt aufgestöbert. Der stammt aus den 1960er-Jahren. Ich bin ziemlich viel unterwegs, und der Rucksack ist da mein ständiger Begleiter.

    Man kann durchaus von einer Alltagspartnerschaft sprechen, ich fühle mich im Zug richtig einsam ohne den. Sogar wenn ich mit Freunden was trinken gehe, ist der dabei. Da passt viel rein, und mittlerweile liegt da auch alles Mögliche drin, zum Beispiel viele Kulis, weil ich immer glaube, keinen dabeizuhaben, mein Reisepass, Rechnungen und sogar Bücher, die ich nie gelesen habe, die in den Tiefen des Rucksacks verschwunden sind.

    Ich bin ein Messie. Es würde mich auch nicht wundern, wenn sich noch ein altes Mobiltelefon darin versteckt. Man kann durchaus von einem geheimen Eigenleben des Rucksacks sprechen. Verloren habe ich ihn noch nie, in dem Fall würde wohl die ganz große Panik ausbrechen." (Michael Hausenblas, RONDO, 19.9.2017)

    Thomas Köck ist Dramatiker und Autor. Sein neuestes Stück "Paradies fluten" hatte vor kurzem am Wiener Akademietheater Premiere.

    • Thomas Köck: "Ich bin ziemlich viel unterwegs, und der Rucksack ist da mein ständiger Begleiter."
      foto: nathan murrell

      Thomas Köck: "Ich bin ziemlich viel unterwegs, und der Rucksack ist da mein ständiger Begleiter."

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