Wer bei Suizid-Gedanken hilft

    11. September 2017, 08:55
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    Die Suizid-Statistik zeigt für Österreich sinkende Zahlen, allerdings sind Suizide die zweithäufigste Todesursache der 15- bis 29-Jährigen

    Es sind stets tragische Ereignisse. 1.198 Personen haben sich im Vorjahr in Österreich das Leben genommen. Das ist im Vergleich zu 2015 ein Rückgang, als 1.249 Menschen ihrem Leben ein Ende setzten. Die Zahlen sind seit den 1980er-Jahren grundsätzlich rückläufig, dennoch ist die Zahl der Suizidtoten noch mehr als zweieinhalb Mal so hoch als beispielsweise jene der Verkehrstoten, gab das Gesundheitsministerium zu bedenken.

    Anlässlich des Welttags der Suizidprävention, der heuer unter dem Motto "Nimm dir Zeit, sprich an, hör zu – gib Hoffnung" steht, erinnerte das Ministerium per Presseaussendung an das vor wenigen Wochen gestartete Suizidpräventionsportal, das Hilfsangebote für Personen mit Selbstmordgedanken, aber auch für Angehörige von Betroffenen bietet. Zusätzlich sind auf der Website allgemeine Informationen zum Thema Suizid zu finden, wie beispielsweise Aufklärung zu den wichtigsten Mythen, aber auch zielgruppenspezifische Informationen für Frauen, Männer, Jugendliche und ältere Menschen.

    Suizid ist sowohl bei Männern als auch bei Frauen bis zum 50. Lebensjahr eine der häufigsten Todesursachen, in der Altersgruppe 15 bis 29 Jahre sogar die zweithäufigste. Von jedem Suizid sind mindestens drei bis fünf Angehörige unmittelbar betroffen – das waren allein in den letzten zehn Jahren zwischen 39.000 und 65.000 Menschen. (APA, 11.9.2017)

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