St. Pölten fällt mit Niederlage gegen Altach tiefer und tiefer

9. September 2017, 20:29
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Weiter nur ein Punkt nach sieben Spielen, Riegler-Schnitzer leitet Unheil ein

St. Pölten – Für Jochen Fallmann wird die Luft als St. Pölten-Trainer immer dünner. Die 1:2-Heimniederlage gegen Altach am Samstagabend bedeutete für die Niederösterreicher bereits die sechste Niederlage in der 7. Runde der Fußball-Bundesliga. Die Vorarlberger hingegen machten mit dem dritten Saisonsieg in der Tabelle einen Sprung nach vorne – und jubelten über den ersten Auswärts-Dreier seit 25. Februar.

Mit "aller Macht" (Fallmann) wollte St. Pölten den ersten Saisonsieg erzwingen. Letztlich konnten die Niederösterreicher die Verunsicherung des völlig verpatzten Saisonstarts nie abschütteln. Und selbst der bis dato souveräne Torhüter Christoph Riegler ließ sich davon anstecken: Der Schlussmann schlug erst ein Luftloch am Ball vorbei – und fiel dann um. Nutznießer war Altach-Stürmer Hannes Aigner, der den folgenden Stanglpass von Kristijan Dobras nur noch über die Linie des verwaisten Tors schieben musste (8.).

Altach eiskalt

Es dauerte fast eine halbe Stunde, ehe St. Pölten ein erstes Offensiv-Highlight setzte. Alex Sobczyk schoss nach Roope Riskis Hereingabe aber genau Altach-Schlussmann Martin Kobras an (28.). Altach reichte eine Durchschnittsleistung zum ersten Auswärtssieg seit zehn Spielen.

Die wie schon beim 1:0-Heimsieg gegen Mattersburg mit elf Österreichern in der Startformation spielende Elf von Klaus Schmidt legte im Konter nach: Der schnelle Christian Gebauer enteilte Damir Mehmedovic und spielte auf Aigner, der den späteren Torschützen Dobras mit der Ferse bediente (38.).

Anschlusstreffer aus heiterem Himmel

Fallmann versuchte mit den Halbzeiteinwechslungen von George Davies und Neo-Mittelstürmer Pak Kwang-ryong das Ruder noch einmal herumzureißen, doch gefährlich wurde seine Truppe – wie auch das nun sechstplatzierte Altach – vorerst nicht.

Sekunden nachdem Schmidt mit Aigner und Stefan Nutz zwei Leistungsträger vom Feld genommen hatte, bekamen die Heimischen praktisch aus dem Nichts von Martin Rasner neue Hoffnung eingeimpft. Der Volleyschuss des 22-Jährigen senkte sich genau ins Eck (68.). Doch weil Altach in der Schlussphase wieder konsequenter verteidigte, blieb es beim Anschlusstreffer. (APA, 9.9.2017)


7. Runde: SKN St. Pölten – SCR Altach 1:2 (0:2)
St. Pölten, NV Arena, 2.029, SR Gishamer.

Tore:
0:1 (8.) Aigner
0:2 (38.) Dobras
1:2 (68.) Rasner

St. Pölten: Riegler – Stec, Huber, Diallo, Mehmedovic – Rasner – Hofbauer, Ambichl, Parker (46. Davies) – Riski (46. Pak Kwang-ryong), Sobczyk (74. Doumbouya)

Altach: Kobras – Lienhart, Zech, Netzer, Schreiner – Piesinger – Gebauer, Salomon, S. Nutz (68. Honsak), Dobras (84. Zwischenbruger) – Aigner (68. Tekpetey)

Gelbe Karten: Ambichl bzw. Netzer, Honsak

Stimmen:

Jochen Fallmann (SKN-Trainer): "Wir sind gut ins Spiel gestartet. Nach dem 1:0 hat man die Verunsicherung gemerkt. Die Qualität von Altach hat sich dann beim zweiten Tor gezeigt. In der Halbzeit waren die Köpfe natürlich weit unten. Nach dem Anschlusstreffer hat man aber gemerkt, dass noch etwas gehen kann. Aber wirkliche Torchancen hatten wir keine mehr. Natürlich war das eine bittere Niederlage."

Klaus Schmidt (Altach-Trainer): "Wir sind glücklich ins Spiel gestartet. St. Pölten war in den ersten Minuten die klar bessere Mannschaft. Wir haben dann aber durch das Tor Selbstvertrauen getankt. In der zweiten Hälfte hat St. Pölten unser Spiel ganz gut in Griff bekommen. Und nach dem Anschlusstreffer hat der Baum etwas zu brennen begonnen. Aber große Chancen hat sich St. Pölten nicht mehr herausspielen können."

Martin Rasner (SKN-Torschütze): "Bis zur Halbzeit sind wir viel dem Ball hinterhergelaufen, waren nicht kompakt. In der zweiten war es besser. Nach dem Tor haben alle gespürt, dass noch etwas geht. Uns hat aber etwas die Durchschlagskraft gefehlt."

  • Altach ließ St. Pölten kaum eine Chance.
    foto: apa/expa/alexander forst

    Altach ließ St. Pölten kaum eine Chance.

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