"BlessU-2": Robo-Pfarrer spendet Segen

    8. September 2017, 18:23
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    Kontroverse Installation auf "Weltausstellung Reformation" – soll zu Diskussion über Zukunft von Mensch und Maschine anregen

    Eigentlich ist es ja Aufgabe von Pfarrern und anderen kirchlichen Amtsträgern, den Gläubigen den Segen ihres Gottes zu erteilen. Neue Wege schlagen dabei allerdings die Evangelischen Kirchen in Hessen und Nassau ein. Ihr Segnungs-Roboter "BlessU-2" wurde auf der "Weltausstellung Reformation 2017" zum Besuchermagneten, schreibt Heise.

    Hohe Nachfrage

    Bis zu 150 Mal täglich sprach die Maschine mit dem LCD-Mund einen von 16 verschiedenen Bibelsprüchen und die Abschlussworte "Gehe hin im Frieden Gottes". Angeboten wurden diese in Männer- und Frauenstimme und sechs Sprachen sowie dem Hessischen als deutschen Dialekt. Vor allem weniger religiöse Besucher der Ausstellung seien fasziniert gewesen, während Kirchgänger skeptischer reagierten. Ein Video zeigt Bedienung und Ablauf.

    volker rahn

    Das Projekt soll zu einer Debatte über die Zukunft von Mensch und Maschinen sowie die künftige Rolle von Robotern anregen, heißt es von den Erfindern. Kirchen flächendeckend mit Segnungsrobotern ausstatten wolle man nicht. Dementsprechend soll "BlessU-2" nach dem Event anderen Ausstellungen verfügbar gemacht werden und könnte schließlich in zwei Jahren im Nürnberger Bibelmuseum ein festes Zuhause finden. (red, 08.09.2017)

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