Merkel grundsätzlich für Aufhebung der Russland-Sanktionen

    8. September 2017, 18:03
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    Bundeskanzlerin: "Ich arbeite einen großen Teil meines Lebens dafür, dass wir mit Russland wieder vernünftige, gute Beziehungen haben"

    Berlin – Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel ist grundsätzlich bereit, die von der EU im Zuge der Ukraine-Krise gegen Russland verhängten Sanktionen wieder aufzuheben. "Ich arbeite einen großen Teil meines Lebens dafür, dass wir mit Russland wieder vernünftige, gute Beziehungen haben", sagte Merkel am Freitag in Strasburg auf einer CDU-Veranstaltung.

    Derzeit versuche man, zusammen mit Frankreich wieder "friedliche Verhältnisse" in der Ostukraine zu erreichen. "In dem Moment, wo wir das hinbekommen haben, werden wir auch die Sanktionen wieder aufheben", sagte Merkel.

    Weiter Annnexionen befürchtet

    Die Kanzlerin verteidigte zugleich die Strafmaßnahmen. Denn die Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim durch Russland und dessen Eingreifen in der Ostukraine sei alles andere als eine Petitesse, "sondern das Vergehen gegen die Prinzipien der gesamten Zeit seit dem Zweiten Weltkrieg", sagte sie. Wenn man Russland dies einmal durchgehen lasse, dann sei ihre Sorge, dass dies mehrfach geschehen könne.

    Eine militärische Option gebe es weder im Konflikt mit Russland noch mit Nordkorea. "Es muss durch diplomatische Gespräche gelöst werden, auch wenn es noch so lange dauert", sagte Merkel. (APA, Reuters, 8.9.2017)


    • Angela Merkel und Wladimir Putin beim G20-Gipfel in Hamburg
      foto: apa/afp/saul loeb

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