Mattersburg gegen Admira im Duell der zuletzt Sieglosen

8. September 2017, 13:44
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Burgenländer planen von Rang neun Sprung nach vorne – Südstädter bauen auf Sax

Mattersburg/Maria Enzersdorf – Der SV Mattersburg und Admira Wacker Mödling richten den Blick in der Fußball-Bundesliga gleichermaßen nach vorne. Vor dem direkten Duell am Samstag (18.30 Uhr) im Mattersburger Pappelstadion rangieren die beiden Clubs auf den Plätzen neun bzw. acht der Tabelle. Vor allem die Hausherren wollen nach vier erfolglosen Runden endlich wieder voll anschreiben.

Nach einem Saisonauftakt nach Maß mit einem Punkt bei Rapid sowie dem Heimsieg gegen den WAC ist bei Mattersburg Sand ins Getriebe gekommen. Zuletzt setzte es zu Hause Niederlagen gegen Sturm Graz und die Austria. Trainer Gerald Baumgartner erwartet auch mit der Admira eine "harte Nuss", sah seine Mannschaft aber gut vorbereitet: "Wir wollen auf alle Fälle gewinnen und den Matchplan darauf ausrichten."

In der Länderspielpause arbeitete Baumgartner intensiv, gleich zwei Testspiele absolvierten die Mattersburger. Gegen Regionalligist Neusiedl am See gab es wie gegen den ungarischen Erstligisten Paksi einen 2:0-Erfolg. Ein Comeback gab dabei Nedeljko Malic, der SVM-Kapitän könnte gegen die Admira von Beginn an verteidigen. Nicht zur Verfügung stehen wird indes der gesperrte Alois Höller.

Baumgartner strich den psychologischen Aspekt der Testspiele hervor. "Jeder Sieg gibt dir Selbstvertrauen, das sieht man auch im Training. Ich bin überzeugt, wenn wir unsere Leistung abrufen, dann werden wir drei Punkte holen", betonte der Salzburger. Im Pappelstadion ging jedenfalls in den jüngsten sechs Duellen immer jenes Team als Sieger vom Rasen, das den ersten Treffer erzielte. Viermal war dies zugunsten der Südstädter der Fall.

Auch diese kassierten zuletzt zwei Niederlagen, auswärts setzte es in dieser Saison bisher drei. Trainer Damir Buric ist mit dem Gesehenen dennoch zufrieden. "Die Mannschaft hat sich weiterentwickelt. Wir haben uns vorgenommen, mehr zu agieren", erklärte der Kroate. Nur mit der Effizienz habe es noch nicht geklappt. "Wir haben zuletzt viel nach vorne investiert, aber dann muss man die Möglichkeiten nutzen." Dies sei auch beim 1:3 gegen die Austria nicht der Fall gewesen.

Mit den Violetten gab es am letzten Tag der Sommer-Übertrittszeit noch ein weiteres Tauziehen. Der zuletzt ins ÖFB-Team einberufene Maximilian Sax blieb aber Admiraner, nachdem sich die Austria erfolglos um den Flügelspieler bemüht hatte. Die für den 24-Jährigen geforderte Ablösesumme war den Wienern zu hoch, so soll das Admira-Management eine knappe Million Euro verlangt haben – für Buric ein angemessener Preis.

"Es ist eine Anerkennung für uns, wir sind ein Ausbildungsverein. Aber wenn wir die Arbeit leisten, wollen wir dafür auch etwas haben", wollte Buric betont wissen. Zu verschenken habe die Admira nichts. Rein aus Trainersicht gesehen, sei es natürlich erfreulich, weiter auf Sax bauen zu können. "Er war noch nie so gut wie jetzt."

Personell kann die Admira bis auf die Langzeitverletzten aus dem Vollen schöpfen. Fraglich war einzig Offensivmann Marin Jakolis, der leicht angeschlagen vom kroatischen U21-Team zurückkehrte. (APA; 8.9.2017)

SV Mattersburg – FC Admira Wacker Mödling (Mattersburg, Pappelstadion, Samstag, 18.30 Uhr, SR Jäger). Saisonergebnisse 2016/17: 0:1 (h), 0:1 (a), 2:0 (h), 2:0 (a).

Mattersburg: Kuster – Hart, Ortiz/Mahrer, Malic, Rath – Sittsam, Jano – Prevljak, Perlak, Gruber – Maierhofer

Ersatz: Casali – Lercher, Erhardt, Ertlthaler, Renner, Okugawa, Bürger

Es fehlen: Höller (gesperrt), Novak (Meniskusverletzung)

Fraglich: Ortiz (Leiste)

Admira: Leitner – Zwierschitz, Wostry, Maranda, Ebner – Lackner, Toth – Sax, Knasmüllner, Starkl – Jakolis/Grozurek

Ersatz: Kuttin – Strauss, Holzmann, Maier, Petlach, Schmidt, Kalajdzic

Es fehlen: Fischerauer, Cabrera (beide im Aufbautraining)

Fraglich: Jakolis (Adduktoren)


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