Exporte wuchsen im Halbjahr um acht Prozent

    8. September 2017, 11:50
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    Importe zogen in ersten sechs Monaten um fast neun Prozent an – Exporteure verbuchten im EU-Handel stärkeren Anstieg als gegenüber Drittstaaten

    Wien – Der heimische Außenhandel floriert weiterhin. Auch zuletzt im Juni war das Wachstum – bereinigt um die Zahl der Arbeitstage – stark. Von Jänner bis Juni stiegen die Warenausfuhren um acht Prozent, die Einfuhren um fast neun Prozent. Punkten konnten die Exporteure vor allem im EU-Raum, während der Zuwachs in Drittstaaten geringer war. Das Handelsbilanzdefizit erhöhte sich im ersten Halbjahr.

    Im Halbjahr wuchsen die Ausfuhren nominell um 8,0 Prozent auf 70,97 Mrd. Euro, bereinigt um Arbeitstage machte der Anstieg 8,1 Prozent aus, wie die Statistik Austria am Freitag bekannt gab. Die Wareneinfuhren lagen mit 73,19 Mrd. Euro um 8,7 Prozent über dem Vorjahreswert, bereinigt fiel das Plus ebenso hoch aus. Da die Importe stärker expandierten als die Ausfuhren, erhöhte sich das Handelsbilanzdefizit von 1,59 Mrd. auf 2,22 Mrd. Euro.

    Die Exporte in andere EU-Staaten kletterten im Zeitraum Jänner bis Juni nominell um 8,4 Prozent (bereinigt um 8,6 Prozent) auf 49,89 Mrd. Euro, während die Ausfuhren in Drittstaaten nur um 7,1 Prozent auf 21,07 Mrd. Euro zulegten. Exportseitig waren die USA wichtigster Handelspartner unter den Drittstaaten, der Anstieg bei den Warenexporten dorthin machte 7,7 Prozent auf 4,71 Mrd. Euro aus. Die Erhöhung der Importe aus dem EU-Raum betrug im ersten Semester im Jahresabstand 7,2 Prozent (bereinigt 7,4 Prozent) auf 51,54 Mrd. Euro, während die Einfuhren aus Drittstaaten sehr stark um nominell 12,5 Prozent (bereinigt 11,8 Prozent) auf 21,65 Mrd. Euro wuchsen.

    5,4 Prozent der Exporte gingen im ersten Halbjahr in BRICS-Staaten, teilte die Statistik Austria aus Anlass des kürzlich beendeten Gipfels dieser Ländergruppe (Brasilien, Russland, Indien, China, Südafrika) mit. 8,4 Prozent der Importe kamen von dort. Der Außenhandel Österreichs mit den BRICS-Ländern lag mit +13,1 Prozent auf 3,84 Mrd. Euro bei den Exporten und +10,9 Prozent auf 6,18 Mrd. Euro bei den Importen über dem globalen Durchschnitt, so die Statistik Austria. China und Russland kam unter diesen Staaten die größte Bedeutung im Warenaustausch zu. (APA, 8.9.2017)

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