3D bis Blockchain: Wiener Tagung zu Innovationen im Musikbusiness

    8. September 2017, 09:54
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    Vorträge und Workshops an der Musikuni von 12. bis 14. September

    Zum achten Mal setzen sich die "Vienna Music Business Research Days" mit aktuellen Entwicklungen in der Musikindustrie auseinander. Die von 12. bis 14. September an der Universität für Musik und darstellende Kunst stattfindende Konferenz konzentriert sich heuer auf den Bereich "Innovative Technologien", wie aus einer Ankündigung hervorgeht. Das Spektrum reicht vom 3D-Konzert bis zur Blockchain.

    Direktverkauf

    Bei Letzterem handelt es sich um eine eigentlich für die digitale Währung Bitcoin entwickelte Technologie, die auch am Musiksektor zur Anwendung gelangen könnte. Konkret geht es um den direkten Verkauf von Musik durch den Künstler an die Fans, "wobei die Verteilung der Einnahmen zwischen allen Beteiligten vertraglich ins Musikwerk eingeschrieben werden könnte".

    Als nicht unwesentlicher Nebenaspekt werden hier Transaktionskosten minimiert. Ein Projekt, das sich damit beschäftigt, wird u.a. von PledgeMusic-Gründer Benji Rogers vorangetrieben. Das Thema wird bei der Konferenz am Abschlusstag von Experten wie Paul Crick und Wolfgang Senges behandelt.

    Auftakt am 12. September

    Neben diesen Vorträgen, die ganz dem Hauptmotto "Unchaining the Digital Music Business?" untergeordnet sind, befasst sich Daniel Nordgard von der norwegischen Universität Agder mit neuen Gatekeeping-Prozessen in der digital geprägten Musikindustrie.

    Bereits am Tag zuvor werden verschiedene Forschungsvorhaben aus Ländern wie Brasilien, Australien oder den USA präsentiert. Diese befassen sich etwa mit illegalem Musikdownload, Musikerziehung oder dem Wertbegriff im Musikbusiness. Den Auftakt zur Musikwirtschaftstagung markiert am 12. September ein "Young Scholars' Workshop", bei dem sich Studierende mit Experten von unterschiedlichsten Gebieten austauschen können. (APA, 08.09.2017)

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