Signa blitzt bei Kaufhof ab und verzichtet auf Kauf der Immofirma 6B47

    8. September 2017, 13:11
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    Kaufhof-Eigentümer HBC dementiert Verkaufsgerüchte – Für 6B47 ändert sich mit verbliebenen vier Bewerbern nichts am Verkauf

    Düsseldorf/Wien/New York – Der kanadische Eigentümer der deutschen Kaufhof, Hudson's Bay (HBC), hat Spekulationen über Verkaufsabsichten der Warenhauskette zurückgewiesen. "Wir stehen hundertprozentig hinter Galeria Kaufhof", sagte ein Sprecher des Konzerns in Deutschland am Freitag. Reuters hatte zuvor berichtet, dass der österreichische Karstadt-Eigentümer Signa abermals ein Gebot für Galeria Kaufhof erwägt.

    Das Immobilienunternehmen arbeite bereits mit einer Investmentbank zusammen, um die Finanzierung für ein Offert auf die Beine zu stellen, sagten mit der Angelegenheit vertraute Personen. Signa wollte sich dazu nicht äußern. Der Hudson's Bay-Sprecher betonte: "HBC hat kein Interesse an Geschäften mit Signa."

    Gescheiterter Plan

    Der Tiroler Investor Rene Benko hatte mit seinem Immobilienunternehmen Signa 2015 die Karstadt-Warenhäuser übernommen. Benko wollte danach auch den Konkurrenten Kaufhof kaufen und damit die Idee einer deutschen Warenhaus AG wieder aufleben lassen. Dieser Plan scheiterte jedoch – den Zuschlag für die damalige Metro-Tochter Kaufhof erhielt für 2,8 Milliarden Euro Hudson's Bay.

    Noch habe Signa kein offizielles Angebot abgegeben, sagten die Insider Reuters. Es sei auch möglich, dass das Unternehmen auf ein Offert verzichte. Am Mittwoch hatte der aktivistische Investor und HBC-Aktionär Land and Buildings erklärt, es gebe einen potenziellen Käufer für den Kaufhof. Um wen es sich handelt, ließ er offen.

    HBC-Europa-Chef Wolfgang Link hatte am Montag anlässlich der Eröffnung neuer Geschäfte in den Niederlanden die Bedeutung von Kaufhof hervorgehoben. "Unser Hauptaugenmerk gilt natürlich dem Mutterschiff in Europa, das ist Kaufhof." HBC-Boss Jerry Storch hatte hinzugefügt: "Köln ist unsere Hauptstadt für Europa. Von dort aus werden wir unser europäisches Geschäft in Deutschland, Belgien und nun auch in den Niederlanden weiterentwickeln." Der Konzern will in den kommenden fünf bis sieben Jahren bis zu eine Milliarde Euro in Deutschland investieren. Geplant ist etwa die Modernisierung von 20 Häusern.

    Rückzug bei 6B47

    Zudem hat sich die Signa-Gruppe laut einem "Immoflash"-Bericht von Freitag aus dem Bieterrennen für den Wiener Immo-Entwickler 6B47 verabschiedet, der neue Eigentümer sucht. Nach Angaben vom August gab es fünf Bewerber, drei britische und aus Österreich neben Signa den Investor Klemens Hallmann. 6B47 soll nach jüngsten Angaben komplett veräußert werden.

    Zuletzt habe es unbestätigte Gerüchte gegeben, wonach die Signa nur dann 6B47 übernommen hätte, wenn es einen entsprechenden Joint-Venture-Partner gegeben hätte – in der Tat habe die Signa derzeit so viele Eigenprojekte wie noch nie am Laufen, heißt es im "Immoflash" des "Immobilien Magazin". (APA, Reuters, 7.8.2017)

    • Laut Insider-Informationen macht Rene Benko mit seiner Immobilienfirma Signa einen neuerlichen Anlauf zur Übernahme von Galeria Kaufhof.
      foto: ap/martin meissner

      Laut Insider-Informationen macht Rene Benko mit seiner Immobilienfirma Signa einen neuerlichen Anlauf zur Übernahme von Galeria Kaufhof.

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