Suche nach Ursache für Schimmel bei Intensivstation in Baden

7. September 2017, 16:10
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Intensivstation nach Schimmelfund im Nebenraum gesperrt – Landesklinikum war erst 2016 neu errichtet worden, schon im Juli gab es Wassereintritt

Baden/Wien – Die Intensivstation im Landesklinikum Baden ist derzeit außer Betrieb. Am Mittwoch wurden sechs Intensivpatienten von der insgesamt acht Betten umfassenden Station teils per Hubschrauber in andere Spitäler verlegt, da in der angrenzenden Medikamentenausgabe ein Schimmelpilzschaden festgestellt worden war.

"Im Raum neben der Intensivstation gibt es einen Pilzbefall in der Größe von 50 mal 50 Zentimetern, der Raum wird im Moment weiter untersucht und von Experten saniert", teilte der Geschäftsführer der NÖ-Landesklinikenholding, Helmut Krenn, am Donnerstag mit. Man habe "umgehend mit einer unabhängigen Schadensforschung begonnen" und die Patienten vorsorglich verlegt. Generalplaner und Architekten würden sich erklären müssen. Von Architektenseite wurde dazu auch auf Nachfrage nicht Stellung genommen. Niederösterreichische Grüne und Neos fordern volle Aufklärung des Vorfalls.

Ursache noch unklar

Man kenne noch nicht die Schadensursache, sagte Bernhard Jany, Sprecher der Landesklinikenholding. Zum Zustand der Patienten, die am Mittwoch transferiert worden waren, wollte er nichts sagen – das unterliege der ärztlichen Schweigepflicht.

Mittwochabend war es im Landesklinikum wegen eines in Brand geratenen E-Verteilers dann auch noch zu einem Feueralarm gekommen. Es sei dabei aber keine Gefahr in Verzug gewesen, sagte Jany.

Das um 190 Millionen Euro neu errichtete Spital wurde erst 2016 eröffnet. Im Juli trat bei Regen Wasser in ein Gebäude ein – damals aber in ein anderes Haus als in jenes, das nun vom Schimmel betroffen ist. (spri, 7.9.2017)

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