Racketlon auf ORF Sport Plus: Vielseitigkeitsschlägerei

8. September 2017, 08:00
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Der Spartenkanal erfreut das Herz durch beharrliche Wiederholung von Versäumtem – und erfüllt nebenbei den Sportbildungsauftrag

Danket für ORF Sport Plus – wem auch immer! Denn: Selbst der eifrigste Sportkonsument verpasst etwas. Und er oder sie wüsste nicht einmal von solchen Versäumnissen, gäbe es nicht die segensreiche Einrichtung des Spartenkanals.

Segensreich, weil: Kaum hat man überhaupt erst bemerkt, dass man einen Bewerb versäumt hat, da wird das Herzeleid darob auch schon wieder beseitigt – durch beharrliche Wiederholung. Und was man – der ORF hat ja einen Bildungsauftrag – bei der Gelegenheit nicht alles lernt! Zum Beispiel das:

1. Bereits in den ersten Septembertagen hat die Europameisterschaft im Racketlon in Wien stattgefunden.

2. Österreich ist eine der führenden Nationen in dieser geheimnisvollen Sportart.

3. Racketlon haben Finnen in den 1980er-Jahren erfunden, da hieß dieser Sport noch "Mailapelit".

4. Racketlon ist eine Art Vielseitigkeitsschlägerei – die Athleten und Athletinnen treten in den Disziplinen Tischtennis, Badminton, Squash sowie Tennis gegeneinander an.

foto: apa/herbert neubauer
Zum Tennis kommt es selten, wenn Christine Seehofer Racketlon spielt.

Und so folgt man Christine Seehofer auf ihrer Wanderung an und über die Spielflächen, wo die Nummer eins der Welt – vom kleinsten zum größten aufsteigend – ihre diversen Schlaginstrumente (= Rackets) sprechen lässt. Zum Tennis kommt es jedoch selten, zumeist entscheidet Seehofer ihre Matches nämlich schon davor.

Die gesamte EM findet in einer adaptierten Halle in Wien-Favoriten Platz und ist damit eine Veranstaltung der vorbildlich kurzen Wege. Am Ende des ihren steht Seehofer mit drei Goldmedaillen da. Der Moderator erfragt den Grad der Zufriedenheit. "Kann man lassen", sagt die junge Frau. (Michael Robausch, 7.9.2017)

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