Fenstertausch: Sklavereibefürworter müssen aus US-Kirche weichen

    7. September 2017, 11:00
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    Austausch von Kirchenfenstern in US-Hauptstadt Washington geplant

    Washington -In der Nationalkathedrale in der US-Hauptstadt Washington sollen Kirchenfenster ausgetauscht werden, die an Sklaverei-Befürworter aus dem Bürgerkrieg (1861-65) erinnern. In einem offenen Brief erklärten Kirchenvertreter am Mittwoch (Ortszeit), die beiden Fenster würden nicht die Werte der Kirche widerspiegeln.

    Sie wurden im Jahr 1953 eingebaut und bilden die Bürgerkriegs-Generäle Robert E. Lee und Thomas "Stonewall" Jackson ab, die für den Erhalt der Sklaverei kämpften.

    Debatte nach Charlottesville

    Unter anderem die Bischöfin von Washington, Mariann Budde, und der Dekan der Nationalkathedrale, Randolph Hollerith, unterschrieben den Brief. Zwei Jahre lang sei über die Entfernung der Motive diskutiert worden. Noch ist unklar, welche Bilder die Fenster künftig zeigen sollen.

    Die USA sind gespalten in der Frage des Umgangs mit Symbolen wie der Südstaaten-Flagge und Denkmälern für Sklaverei-Befürworter. Die Debatte war Mitte August nach den Ausschreitungen von Charlottesville neu entfacht worden. Rechtsradikale Gruppen hatten dabei für den Erhalt eines Denkmals für Robert E. Lee demonstriert. (APA, 7.9.2017)

    • Die strittigen Fenster mit Sklaverei-Anhängern sollen aus der Nationalkathedrale in Washington weichen.
      foto: ap / carolyn kaster

      Die strittigen Fenster mit Sklaverei-Anhängern sollen aus der Nationalkathedrale in Washington weichen.

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