Fotos zeigen, wie die Sonnenfinsternis Kameras ruiniert hat

    4. September 2017, 10:53
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    Verleihfirma dokumentiert Schäden wegen unzureichenden Schutzes – Kunden müssen für Reparatur aufkommen

    Die totale Sonnenfinsternis am 21. August, die als solche vor allem in Teilen der USA sowie im Nordpazifik und Nordatlantik zu sehen war, zog zahlreiche Schaulustige ins Freie. Wie üblich wurden im Vorfeld Warnungen ausgegeben, dass man das Spektakel nur mit einer Schutzbrille beobachten und nicht zu lange direkt in die Sonne sehen solle.

    Auch Kameras brauchen Sonnenschutz

    Was für unsere Augen gilt, gilt allerdings auch für Kameras. Trotz Hinweis rückten jedoch manche knipsfreudigen Beobachter mit nur unzureichendem oder gar keinem Schutz aus. Welche Schäden dadurch an den Aufnahmegeräten entstehen können, hat der Kameravermieter Lens Rentals per Blogeintrag dokumentiert.

    So brachte ein Kunde etwa eine Canon EOS 7D zurück ins Geschäft, deren Reparatur wohl etwas kostspieliger wird. Hier hat die Sonne nicht nur am Verschlusssystem sichtbare Spuren hinterlassen. Auch am Sensor selbst ist von außen bereits ein Hitzeschaden erkennbar.

    foto: lens rentals
    foto: lens rentals

    Oft beschädigt wurde zudem die "Iris" der Kameralinse. Sie ist ein Teil des Verschlusssystems und regelt die Menge des Lichteinfalls. Einige Fotos dokumentieren Schmelzschäden an dem Bauteil, das üblicherweise aus acht bis zwölf Kunststoffelementen besteht.

    foto: lens rentals
    foto: lens rentals

    Eher überrascht hat die Beschädigung eines Neutral-Density-Filters. Er dürfte dem populären Missverständnis, dass er adäquat vor der Sonne schützen könne, zum Opfer gefallen sein.

    foto: lens rentals

    Kunden müssen Reparatur bezahlen

    Insgesamt zeigte man sich aber bei Lens Rentals positiv überrascht, nur relativ wenige Kameras beschädigt zurückerhalten zu haben.

    Von Garantie oder dem optionalen Versicherungspaket sind die dokumentierten Schäden allerdings nicht abgedeckt. Die Kunden müssen also für die Reparatur aufkommen. Der Anbieter hatte im Vorfeld per Blogposting, Broschüren und auch in E-Mails explizit zur Verwendung von passenden Filtern geraten. (red, 04.09.2017)

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