Löw nach Nazi-Eklat "voller Wut"

    3. September 2017, 14:27
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    DFB-Teamchef sah sich nach rechtsextremen Entgleisungen in Prag zu einer Brandrede genötigt

    Stuttgart – Joachim Löw ist der Kragen geplatzt. Deutschlands Teamchef verurteilte in scharfer Form die Hetze und die Beleidigungen deutscher Fußball-Anhänger in Prag. "Ich bin voller Wut und sehr angefressen über das, was passiert ist. Dass einige sogenannte Fans die Bühne des Fußballs und eines Länderspiels benutzen, um mit ihrem oberpeinlichen Auftreten viel Schande über unser Land zu bringen", sagte der Bundestrainer am Sonntag in Stuttgart.

    "Wenn wir das Trikot anziehen und ins Ausland gehen, ist es für uns immer eine wichtige Prämisse, dass wir unser Land würdig vertreten, dass wir für Werte stehen wie ein respektvolles und tolerantes Deutschland", erklärte der DFB-Chefcoach: "Diese Chaoten beschädigen dieses Bild."

    Rechte Parolen

    Beim 2:1 des Weltmeisters am Freitagabend war das Verhalten von rund 200 deutschen Fans aufgefallen. Die Gruppe, die ihre Tickets laut Angaben des Deutschen Fußball-Bundes nicht über den offiziellen Verkaufsweg bezogen hatte, griff nicht nur den Verband und Torschütze Timo Werner von RB Leipzig an, sondern fiel auch mit rechten Parolen auf. (red, APA, 3.9.2017)

    • Joachim Löw findet klare Worte.
      foto: reuters/cerny

      Joachim Löw findet klare Worte.

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