Die U1 fährt nun bis nach Oberlaa

Ansichtssache2. September 2017, 19:36
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Fünf Jahre dauerte der Bau der U1-Erweiterung nach Oberlaa. Auf der fast fünf Kilometer langen Strecke im Süden Wiens befinden sich die fünf neuen U-Bahnstationen Troststraße, Altes Landgut, Alaudagasse, Neulaa und Oberlaa.

foto: michael hierner/hierner.info

Fast 40 Jahre lang war der Reumannplatz die südliche Endstelle der U1. Mit der Eröffnung der fünf neuen Stationen am 2. September 2017 heißt die neue Endstation der U1 nun Oberlaa.

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Die erste neue Station nach dem Reumannplatz heißt Troststraße und liegt direkt unter der Favoritenstraße. Hier befindet sich ebenfalls eine Abstell- und Wendeanlage, die adaptiert und umgebaut wurde.

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Die Optik der neuen U-Bahn-Stationen orientiert sich bewusst am Design der Architektengruppe U-Bahn (Architekten Holzbauer, Marschalek, Ladstätter, Gantar) aus dem Jahr 1973.

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Die Station Altes Landgut befindet sich direkt am stark befahrenen Verteilerkreis Favoriten. Die in der Ferne sichtbaren Hochhäuser in Monte Laa zeigen, wie sehr dieser Stadtteil im Umbruch ist. Weitere Hochhäuser sind direkt vor der U-Bahnstation geplant.

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Ein Blick nach oben zeigt die großen Dimensionen der Haltestelle. Trotzdem ist sie nicht nur die höchstgelegene der U1, sondern des gesamten Wiener U-Bahn-Netzes.

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Besonders beeindruckend ist das überdimensionale Kunstwerk "Gesichtsüberwachungsschnecken" des Schweizer Computerkünstlers Yves Netzhammer.

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Mit der U1-Station Alaudagasse werden nun auch die Per-Albin-Hansson-Siedlung und der 1976 erbaute Olof-Palme-Hof an das U-Bahn-Netz angeschlossen. Mit der Eröffnung der U-Bahn-Erweiterung wird gleichzeitig auch die Straßenbahnlinie 67 eingestellt.

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Die oberirdische U-Bahnstation Neulaa erschließt das Gebäude nördlich und südlich der Donauländebahn. Hier wurden auch umfangreiche Betriebsgebäude sowie Abstell- und Revisionshallen errichtet.

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Auch bei dieser neuen U-Bahnstation wurde auf Rolltreppen verzichtet, stattdessen setzt man auf Lifte. Die U-Bahn verläuft hier übrigens auf der Trasse der ehemaligen Straßenbahnlinie 67.

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Die Station Oberlaa ist die vorläufige Endstelle der U1. Sie hat einen direkten Zugang zur Therme Wien und erschließt auch das neue Stadtgebiet an der Laaer-Berg-Straße.

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Insgesamt hat die Erweiterung der U1 nach Oberlaa etwa 600 Millionen Euro gekostet. Als nächste Projekte der Wiener Linien soll die U2 zum Wienerberg verlängert werden, auch die neue U-Bahnlinie U5 ist bereits in Planung.

Text und Fotos: Michael Hierner/hierner.info

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