Berlusconis Mediaset verlangt drei Milliarden Euro von Vivendi

    2. September 2017, 10:23
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    Entschädigung für gescheiterte Akquisition des Bezahlsenders Premium

    Rom/Paris/Mailand – Die italienische TV-Gesellschaft Mediaset im Besitz von Ex-Premier Silvio Berlusconi ist weiterhin mit dem französischen Medienkonzern Vivendi auf Kriegsfuß. Mediaset und der Mutterkonzern Fininvest fordern von Vivendi eine Entschädigung von insgesamt drei Milliarden Euro, hieß es aus Vivendi-Kreisen.

    Der Vorwurf lautet u.a. auf Vertragsbruch und die Verletzung des Gesetzes zum Medienpluralismus. Das gescheiterte Abkommen zur schon vereinbarten Übernahme des zu Mediaset gehörenden Pay-TV-Senders Premium im vergangenen Jahr habe der Berlusconi-Gesellschaft schwer geschadet, verlautete aus Mediaset-Kreisen.

    Das Berlusconi-Unternehmen, das an der Mailänder Börse notiert, hatte bereits eine Entschädigung in Höhe von 570 Millionen Euro für die Verzögerungen bei der im April 2016 abgeschlossenen Vereinbarung zum Premium-Verkauf gefordert. Vivendi wiederum klagte Mediaset auf Verleumdung.

    Seit Monaten tobt ein Kampf zwischen Berlusconi und Vivendi-Chef Vincent Bollore. Eigentlich wollten die Konzerne eine gemeinsame Plattform zum weltweiten Vertrieb von TV-Inhalten schaffen. Italienische Medien sprachen von einem "europäischen Netflix". Doch der Deal scheiterte. (APA, 2.9.2017)

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