Polizist kommt Kündigung nach rassistischen Ausfällen zuvor

1. September 2017, 16:01
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Beamter hatte bei Verkehrskontrolle im Bundesstaat Georgia einer Frau gesagt: "Wir töten nur schwarze Leute"

Washington – Ein wegen rassistischer Äußerungen aufgefallener US-Polizist ist seiner Entlassung laut örtlichen Medienberichten durch eine eigene Kündigung zuvorgekommen. Der ranghohe Polizist Greg Abbott, der knapp drei Jahrzehnte im Polizeidienst war, habe dem Landkreis per E-Mail seinen Ruhestand mitgeteilt, berichtete die Zeitung "Atlanta Journal-Constitution" am Donnerstag.

Polizeichef Mike Register hatte zuvor Abbotts Entlassung angekündigt. Abbott hatte im Juli 2016 bei einer Verkehrskontrolle im Bundesstaat Georgia einer Frau gesagt, sie müsse keine Angst haben, weil "wir nur schwarze Leute töten". Die Frau hatte zuvor gesagt, sie habe Angst, nach ihrem Handy zu greifen, weil sie "viel zu viele Videos von Polizisten" gesehen habe. "Aber Sie sind nicht schwarz", antwortete Abbott. "Wissen Sie noch? Wir töten nur schwarze Leute." Die Äußerungen wurden von einer Autokamera aufgezeichnet und nun von einem örtlichen Fernsehsender verbreitet.

Polizeichef Register sagte am Donnerstag, es gebe "wirklich keinen Platz für diese Art von Äußerungen bei den Strafverfolgungsbehörden". Es sei egal, in welchem Zusammenhang die Worte des Polizisten gefallen seien, die Äußerungen seien in jedem Fall "unentschuldbar und unangemessen".

Der Vorfall ereignete sich zu einem Zeitpunkt, als sich Fälle von teils tödlicher Polizeigewalt gegen Schwarze in den USA häuften. Die Vorfälle sorgten für Massenproteste vor allem in der afroamerikanischen Bevölkerung. (APA, 1.9.2017)

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