Salzburg und Rapid nach Millionen-Abgängen mit Kadern zufrieden

1. September 2017, 12:30
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Bullen wollen künftig noch weniger externe Spieler holen – Rapid-Sportchef Bickel: "Haben unser Ding durchgezogen"

Salzburg/Wien – Red Bull Salzburg und Rapid Wien blicken zufrieden auf ein Transferfenster zurück, das Millionen in die Clubkassen gespült hat. Trotz der lukrativen Abgänge von Konrad Laimer, Valentino Lazaro oder Wanderson gehen die Salzburger zuversichtlich in den Herbst. "Wir sind zufrieden mit dem Kader", sagte Sportchef Christoph Freund. Ähnlich äußerte sich Rapids Fredy Bickel.

Während Rapid zum Ende der Übertrittszeit mit Veton Berisha den gesuchten Stürmer fand, holte Salzburg mit Frankreichs U20-Teamspieler Jerome Onguene noch einen hoffnungsvollen Innenverteidiger. Im Mittelfeld wurden die namhaften Abgänge der Bullen hauptsächlich aus der eigenen Reserve abgefangen – etwa durch Shooting-Star Hannes Wolf.

Dazu kamen Spieler wie Munas Dabbur, Fredrik Gulbrandsen, David Atanga oder der verletzte Reinhold Yabo, die im Sommer allesamt von Leihengagements zurückkehrten. Dabbur hat in dieser Saison bisher fünf Pflichtspieltore erzielt, Gulbrandsen deren sechs. "Es macht uns sehr froh, dass die Jungs zurückgekommen sind", sagte Freund.

Extern wurden die Salzburger hauptsächlich in der Defensive aktiv. Neben Onguene wurden Marin Pongracic von 1860 München und Patrick Farkas aus Mattersburg verpflichtet. "Es ist ein Ziel für die Zukunft, gar nicht mehr so viele Spieler holen zu müssen", erklärte Freund. Schon in dieser Saison seien einige Kaderspieler vom Zweitteam FC Liefering hochgezogen worden. Nach Wolf soll demnächst etwa Stürmer Patson Daka Fuß fassen.

"Es hat wieder einen gewissen Wechsel gegeben", fasste Freund die Übertrittszeit zusammen. "Wir haben auch sehr gute Transfererlöse erzielt." Für Wanderson (zu Krasnodar) und Laimer (zu RB Leipzig) kamen kolportierte 15 Millionen Euro in die Clubkasse. Dazu warten weitere fünf bis sieben Millionen, wenn der vorerst leihweise abgeschlossene Transfer von Lazaro zu Hertha BSC nach Ausheilen von dessen Knöchelverletzung permanent wird.

Auch Rapid verzeichnete mit 7,5 Mio. Euro für den Abgang von Maximilian Wöber zu Ajax Amsterdam einen Rekorderlös – und das für einen Eigenbauspieler. Nachbesetzt wurde der Innenverteidiger durch Altachs Lucas Galvao. Dazu kamen neben Veton Berisha auch Linksverteidiger Boli Bolingoli-Mbombo und Rückkehrer Thanos Petsos.

"Die Spieler, die wir verpflichtet haben, haben wir alle länger beobachtet", erklärte Bickel. "Unter dem Strich denke ich schon, dass es sehr zufriedenstellend ist", sagte der Schweizer über die Sommer-Transferperiode. "Es gab das Ziel, den Kader zu reduzieren und mit 23 Spielern in die Saison zu starten. Das wurde alles erreicht." 26 Akteure beschäftigt Rapid derzeit, Christopher Dibon, Ivan Mocinic und Philipp Malicsek stehen aber erst 2018 wieder zur Verfügung.

Mitunter sei die Transferzeit – bedingt auch durch die Unruhe im Verein – "hektisch und nervös" verlaufen. "Auch einige Gerüchte waren an den Haaren herbeigezogen", erinnerte Bickel. "Unter dem Strich haben wir aber unser Ding durchgezogen. Damit sind wir zufrieden." Die nächste Bewährungsprobe für den Tabellenfünften gibt es am 10. September ausgerechnet in Salzburg – mit einem Bruderduell zwischen Veton und Valon Berisha. (APA; 1.9.2017)

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    foto: apa/herbert neubauer
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