Negativzinsen: Banken zahlen insgesamt 360 Millionen Euro zurück

    1. September 2017, 07:15
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    Kreditnehmer erhalten Rückzahlung bis Jahresende – FMA: Summe schmerzt, ist für Institute aber verkraftbar

    Wien/Alpbach – Die heimischen Banken müssen nach entsprechenden Urteilen des Obersten Gerichshofs fälschlicherweise zu hoch verrechnete Kreditzinsen zurückzahlen. Es geht laut APA-Informationen um insgesamt 360 Millionen Euro. Dem Vernehmen nach dürften an die 150 Millionen Euro noch zurückzustellen sein. Bis Jahresende sollen alle Kreditnehmer die Gelder zurückerhalten haben, wird versprochen.

    Banken, FMA- und Notenbankvertreter beruhigten am Rande des Forum Alpbach auf Nachfrage – die Institute werden diese Summe heben, auch wenn sie schmerze.

    Laut Bankenvertretern gab es nie die Intention oder Zweifel daran, dass die Banken das Geld nicht zurückerstatten werden. "Davor wollte sich keine Bank drücken", sagte ein Insider der APA angesichts entsprechender Befürchtungen von Konsumentenschützer. "Es wurde nie auf Verjährung gespielt", betonte ein anderer Banker.

    Nicht ordnungsgemäß kalkuliert

    Seit dem zweiten Quartal 2015 gibt es Negativzinsen im Bankensektor. Aus Sicht des OGH haben die Banken seit damals bei variabel verzinsten Krediten die negativen Zinsen nicht ordnungsgemäß an diese Kreditnehmer weitergegeben.

    Rechenbeispiel: Für einen privaten 100.000-Euro-Wohnbaukredit bekommt man überschlagsmäßig – seit Beginn der Negativzinsen, die die Banken nicht ordnungsgemäß weiterverrechnet hatten – etwas mehr als 700 Euro zurück. (APA, 1.9.2017)

    • Insgesamt sollen 360 Millionen Euro an zu viel verrechneten Zinsen an Kreditnehmer zurückfließen.
      foto: dapd/michael kappeler

      Insgesamt sollen 360 Millionen Euro an zu viel verrechneten Zinsen an Kreditnehmer zurückfließen.

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