Avocado-Auberginen-Dip mit Rote-Rüben-Kartoffel-Wedges

    Ansichtssache13. September 2017, 12:00
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    Der erdige Geschmack der Roten Rüben harmoniert mit der mild-nussigen Avocado. Die Aubergine steuert die Röstaromen bei

    In der Reihe "Mandelbaums Kleine Gourmandisen" erschien vor einiger Zeit der Band mit allem Wissenswerten über die Avocado. Das haben wir zum Anlass genommen, eine Essbar mit einem Rezept daraus nachzukochen.

    Wobei Avocados ja meist nicht "gekocht" werden, da sie roh ohnehin viel besser schmecken. Wir haben uns für einen cremigen Aufstrich – oder auch Dip – entschieden. Die Avocados werden bei diesem Rezept mit der rauchigen Aubergine vermischt und mutig gewürzt. Diese Kombination schmeckt auf gegrilltem italienischem Bauernbrot ebenso gut wie auf getoastetem Schwarzbrot. Wir haben jedoch gleich eine zweite Anregung aus dem Büchlein aufgegriffen und servieren Roten Rüben und Kartoffel-Wedges dazu.

    Für drei bis vier Portionen Aufstrich/Dip benötigt man 2 große Auberginen (Melanzani), 2 Avocados, 2–3 EL gekochte Kichererbsen, 1 Schalotte, 1 Knoblauchzehe, 1 TL gemahlenen Kreuzkümmel, 4 getrocknete Tomaten (alternativ 1 roten Spitzpaprika), 1/2 Bund Koriander, Saft einer 1/2 Limette oder Zitrone, Senfpulver, etwas frisch geriebenen Ingwer, Salz, frisch gemahlenen Pfeffer und etwas Olivenöl.

    Für die Wedges werden 2–3 Rote Rüben und 3–4 mittelgroße Kartoffeln in Spalten geschnitten, dazu etwas Olivenöl, Salz.

    foto: helga gartner

    Die Auberginen waschen und mit einer Gabel oder einer Messerspitze mehrmals rundherum einstechen.

    Das Backrohr auf 200 Grad vorheizen und die Auberginen etwa 40–50 Minuten rösten.

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    foto: helga gartner

    Das Fruchtfleisch soll eine weiche Konsistenz haben und die Haut schwarz und wellig sein. Abkühlen lassen, dann die Auberginen der Länge nach aufschneiden und mit einem Löffel aushöhlen.

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    foto: helga gartner

    Knoblauch und Schalotte fein hacken, Auberginen und Avocados grob zerdrücken.

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    foto: helga gartner

    Mit Kreuzkümmel, Schalotte, Knoblauch und den Kichererbsen in der Küchenmaschine zu einer cremigen Konsistenz mixen.

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    Getrocknete Tomaten in feine Streifen schneiden, ebenso den Koriander. Mit Zitronen- oder Limettensaft und den übrigen Gewürzen gut abschmecken.

    Wenn der Dip etwas mehr Biss haben soll, die Auberginen und Avocados mit einem Kartoffelstampfer zerdrücken.

    Die getrockneten Tomaten können im Sommer auch durch würfelig geschnittene Spitzpaprika ersetzt werden.

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    foto: helga gartner

    Für die Wedges Kartoffeln und Rote Rüben gut abwaschen – eventuell schälen – und in Spalten schneiden. Mit etwas Olivenöl und Salz mischen und im Backrohr bei 220 Grad 25–30 Minuten braten, bis sie innen weich und außen knusprig sind.

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    foto: helga gartner
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    foto: mandelbaum verlag

    Kathrin Konrad
    Avocado

    Mandelbaums kleine Gourmandise Nr. 11
    Mandelbaum Verlag 2017
    60 Seiten, 12 Euro

    Avocados sind in den letzten Jahren zum Liebling vieler Ernährungsrichtungen geworden. Sie werden als "Superfood" bezeichnet, Veganer lieben sie etwa wegen Ihres hohen Fettgehaltes und der leichten Verfügbarkeit. Die indigenen Völker Südamerikas nennen sie deshalb auch "Butter des Waldes".

    Kathrin Konrad hat in der "kleinen Gourmandise Nr. 11" viele Geschichten und interessante Informationen zur Avocado zusammengetragen. Man merkt diesen an, dass die Autorin eine große Liebe mit der grünen Frucht verbindet. Jeder Aspekt wird freundlich ausgeleuchtet, doch auch die zuletzt in Verruf gekommenen Anbaumethoden werden nicht verschwiegen.

    Praktische Tipps zum Umgang mit Avocados und die idealen Partner der "Alligatorbirne", leiten zum Rezeptteil über. Und da wird die Avocado dann kombiniert mit Fisch und Meeresfrüchten, mit rosa Grapefruit oder Zwiebel und Ei. Das Rezept für "Geröstete Blutwurstscheiben mit Apfel und Avocado" klingt exotisch, aber stimmig.

    Das schlanke, elegante Büchlein ist ein weiteres gelungenes Nachschlagewerk aus der Gourmandisen-Familie. (Helga Gartner, 13.9.2017)


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