Nasa-Marslander InSight startet im Frühjahr 2018

3. September 2017, 19:28
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Nach technischen Problemen und budgetären Unsicherheiten ist es fix: Die Mission zur Erforschung der frühen Entwicklung des Mars startet im Mai

Washington/Pasadena – Ursprünglich hätte die Mission bereits im Frühjahr 2016 starten sollen, doch dann kam ein technisches Problem dazwischen: Der Marslander InSight der US-Weltraumbehörde Nasa befindet sich nach wie vor auf irdischem Boden. Nach längeren Reparaturarbeiten und budgetären Unsicherheiten scheint nun jedoch alles auf Schiene, im Mai 2018 soll InSight im Rahmen des Discovery-Programms zum Roten Planeten fliegen, wie die Nasa mitteilte.

illustration: nasa
Künstlerische Darstellung von InSight beim Landeanflug.

Die Mission ist darauf angelegt, die frühe geologische Entwicklung des Mars zu erforschen und damit auch neue Erkenntnisse über die Entstehungsprozesse der anderen Gesteinsplaneten des Sonnensystems zu gewinnen. Wie immer ist der Name Programm: InSight steht für "Interior Exploration using Seismic Investigations, Geodesy and Heat Transport".

Blick ins Innere

InSight soll einen Blick ins Innere des Mars werfen und etwa mit Hilfe seismischer Wellen Daten zur tektonischen Aktivität und zu Meteoriten-Einschlägen sammeln und Details über den Aufbau des Planeten ans Licht bringen: Analysen der Dichte und Struktur des Kerns, des Mantels und der Kruste sowie Wärmemessungen sollen Rückschlüsse auf die Entstehungsprozesse erlauben.

illustration: nasa
Der Lander soll im November 2018 die Marsoberfläche erreichen und wenige Wochen später die Arbeit aufnehmen.

Der stationäre Lander, der unter anderem mit einem Seismografen, einer Wärmestromsonde und Solarmodulen ausgestattet ist, soll im November 2018 in Äquatornähe auf der Marsoberfläche abgesetzt werden. Innerhalb weniger Wochen soll InSight dann die Primärinstrumente dauerhaft positionieren und die wissenschaftliche Arbeit aufnehmen.

illustration: nasa
Auf der Erde laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren.

Eines der Instrumente war es auch, das für die Verzögerung der Mission sorgte: Ein Leck an der Vakuumdichtung des Seismografen, der von der französischen Weltraumbehörde CNES bereitgestellt worden war, konnte nicht rechtzeitig repariert werden. "Wir haben das Problem inzwischen gelöst und warten schon sehnlich auf den Start", sagte der InSight-Projektmanager Tom Hoffman vom Jet Propulsion Laboratory im kalifornischen Pasadena. (dare, 3.9.2017)

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