Seltsames Tier kommt nur einmal pro Jahr ans Licht

    3. September 2017, 09:00
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    Ungewöhnliche Froschart in den indischen Westghats verbringt die meiste Zeit ihres Lebens unter der Erde

    foto: s. jegath janani et al.
    Das neu entdeckte Wesen ist auf den ersten Blick nicht unbedingt als Frosch zu erkennen.

    Hyderabad – Biologen haben in Indien eine ungewöhnliche neue Froschart entdeckt. Die Nasikabatrachus bhupathi benannte Spezies hat in N. sahyadrensis nur einen näheren Verwandten und erinnert äußerlich kaum an andere Frösche.

    Ihre wie aufgedunsen wirkenden Körper, die spitzen Nasen, winzigen Mäuler und die Tatsache, dass beide Arten nur sehr selten beobachtet werden, ist ihrer verborgenen Lebensweise geschuldet: Die beiden Nasikabatrachus-Vertreter verbringen den Großteil ihres Lebens unter der Erde, wo sie sich hauptsächlich von Termiten ernähren. Nur einmal im Jahr kommen sie während des Monsuns für einige Tage ans Licht, um sich fortzupflanzen.

    Unter den Regenwäldern der Westghats

    Entdeckt wurde Nasikabatrachus bhupathi von einem Team um S. Jegath Janani vom Centre for Cellular and Molecular Biology (Hyderabad) in den Westghats, einem von Regenwäldern dominierten Gebirge an der Westküste des indischen Subkontinents, wie die Forscher im aktuellen Fachjournal "Alytes" berichten.

    Die Spezies wird rund fünf Zentimeter lang und ist damit etwas kleiner als ihre Schwesternart. Darüber hinaus unterscheidet sich N. bhupathi von N. sahyadrensis durch die zarte marmorierte Zeichnung und die Paarungsrufe. Dass es sich tatsächlich um eine eigene Art handelt, ergaben schließlich auch genetische Untersuchungen. (red, 3.9.2017)

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